• 2 alte wei(s)e Männer Podcast

    Inklusion statt Exklusion: Wie der Aufbruch in eine gerechtere Gesellschaft gelingen kann!

    In der Auftakt-Folge von „2 alte wei(s)se Männer“ werfen wir unter anderem einen Blick auf das Thema „Frauen in Führungspositionen“. Wir diskutieren die Gründe für die geringe Präsenz von Frauen in der oberen Hierarchieebene und analysieren die Auswirkungen dieser Ungleichheit. Dabei reden wir sowohl über individuelle Ursachen als auch über strukturelle Hindernisse. Wir sagen, was getan werden kann, um mehr Frauen auf den Chefinnensessel zu bringen und eine gerechtere und vielfältigere Arbeitswelt zu schaffen. „

    „Zwei alte wei(s)se Männer“ – ein Podcast, der Erfahrung nicht langweilig erscheinen lässt!

  • Sterben & Trauern Podcast

    Drei Wege, das Wichtige nicht aufzuschieben (#3): mit Katrin Seyfert und Dr. Nele Stadtbäumer

    Katrin Seyfert ist Journalistin und schreibt unter einem Pseudonym. Sechs Jahre lang hat sie ihren Mann Marc begleitet, der mit Anfang fünfzig die Diagnose Alzheimer bekam – ein Arzt, ein Vater von drei Kindern, mitten im Leben. Im September 2022 ist er gestorben. In ihrem Buch „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ erzählt sie von dieser Zeit: schonungslos offen, klar und mit einem Humor, der trägt.

    Mit der Diagnose zerbrach die Illusion, das Leben sei planbar. Katrin erzählt, wie es begann – mit Notizzetteln überall im Haus: „Fußballtraining 16 Uhr“, „Brot kaufen“ – bis zu dem Tag, an dem Marc ihren Geburtstag vergaß. Sie spricht über die prämortale Trauer, das Trauern um einen Menschen, der noch lebt. Über den Satz, der ihre Lage auf den Punkt bringt: Aus der Ehe auf Augenhöhe sei ein Versorgungsmodell geworden. Und über die überraschende Erkenntnis, dass die Diagnose für Marc auch eine Erleichterung war – weil er die Fassade nicht mehr halten musste.

    Was diese Folge besonders macht: Katrin überhöht den Mutmacher nicht. Sie widerspricht sogar dem verbreiteten Glauben, dass man nach so einer Erfahrung automatisch im Hier und Jetzt lebt und das Wichtige nie wieder aufschiebt. Und sie erzählt, dass Marc das wirklich Wichtige selbst geregelt hat – den Heimplatz, die Bankkarte –, sodass es keine großen Reiseträume brauchte, weil sie einander hatten. Ein Gespräch über den Verlust auf Raten, über gute Nachbarn und schräge Gesangsabende, über das Schnitzen ihres Mannes und den Familiensatz „Papa hätte es so gewollt“.

    Katrins Buch

    📖 Katrin Seyfert: „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ (DVA). Ein SPIEGEL-Bestseller – offen, klug und überraschend komisch.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir wieder das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

    Mehr von uns

    🌐 Website: www.sterben-und-trauern.de
    📷 Instagram: @sterbentrauernderpodcast_
    🎵 TikTok: @sterben.trauern
    ▶️ YouTube: @SterbenTrauern
    📘 Facebook: Sterben und Trauern

    Unsere Bücher (beide im Herder Verlag)

    📖 „Sterben ungeschminkt“
    📖 „Mit der Trauer weiterleben“

    Schreibt uns

    Habt ihr eigene Erfahrungen, Fragen oder Gedanken? Wir freuen uns über jede Nachricht – hier in den Kommentaren oder per Mail an kontakt@sterben-und-trauern.de.

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    Drei Wege, das Wichtige nicht aufzuschieben (#3): mit Katrin Seyfert und Dr. Nele Stadtbäumer

    Katrin Seyfert ist Journalistin und schreibt unter einem Pseudonym. Sechs Jahre lang hat sie ihren Mann Marc begleitet, der mit Anfang fünfzig die Diagnose Alzheimer bekam – ein Arzt, ein Vater von drei Kindern, mitten im Leben. Im September 2022 ist er gestorben. In ihrem Buch „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ erzählt sie von dieser Zeit: schonungslos offen, klar und mit einem Humor, der trägt.

    Mit der Diagnose zerbrach die Illusion, das Leben sei planbar. Katrin erzählt, wie es begann – mit Notizzetteln überall im Haus: „Fußballtraining 16 Uhr“, „Brot kaufen“ – bis zu dem Tag, an dem Marc ihren Geburtstag vergaß. Sie spricht über die prämortale Trauer, das Trauern um einen Menschen, der noch lebt. Über den Satz, der ihre Lage auf den Punkt bringt: Aus der Ehe auf Augenhöhe sei ein Versorgungsmodell geworden. Und über die überraschende Erkenntnis, dass die Diagnose für Marc auch eine Erleichterung war – weil er die Fassade nicht mehr halten musste.

    Was diese Folge besonders macht: Katrin überhöht den Mutmacher nicht. Sie widerspricht sogar dem verbreiteten Glauben, dass man nach so einer Erfahrung automatisch im Hier und Jetzt lebt und das Wichtige nie wieder aufschiebt. Und sie erzählt, dass Marc das wirklich Wichtige selbst geregelt hat – den Heimplatz, die Bankkarte –, sodass es keine großen Reiseträume brauchte, weil sie einander hatten. Ein Gespräch über den Verlust auf Raten, über gute Nachbarn und schräge Gesangsabende, über das Schnitzen ihres Mannes und den Familiensatz „Papa hätte es so gewollt“.

    Katrins Buch

    📖 Katrin Seyfert: „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ (DVA). Ein SPIEGEL-Bestseller – offen, klug und überraschend komisch.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir wieder das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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    Drei Wege, das Wichtige nicht aufzuschieben (#2) – mit Julia Stumpf mit Dr. Nele Stadtbäumer

    Julia Stumpf ist 29 Jahre alt und hat etwas getan, wovon viele nur reden: Sie hat ihr Leben umgebaut. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und einem Studium der Wirtschaftspsychologie schien ihr Weg vorgezeichnet – Personalberatung, Karriere, das Bekannte. Heute begleitet sie sterbende Menschen und sitzt im Vorstand des Würzburger Hospizvereins.

    Auslöser war ein Moment im Jahr 2022. Julia kam als Ersthelferin zu einem Verkehrsunfall; die verunglückte Frau war gerade 25 Jahre alt, kaum jünger als sie selbst. Auf einmal war da die Erkenntnis: Das Leben kann auch in meinem Alter schnell vorbei sein. Julia beschreibt diesen Moment als ein Aufwachen. Sie sagt, oft habe man zwei Optionen und entscheide sich immer wieder für den gleichen Weg – einfach, weil er bequem ist. Nach dem Unfall hat sie sich gefragt: Ist mein Leben so, wie ich es mir wünsche, wenn es morgen zu Ende wäre? Sie hat aufgeräumt mit dem, was offen war, den Menschen gesagt, was sie ihr bedeuten, die Reisen gemacht, die sie sich vorgenommen hatte – und schließlich den Beruf gewechselt.

    Im Gespräch erzählt Julia, wie ein Flyer des Hospizvereins im Briefkasten den nächsten Schritt anstieß, wie sie ihre erste Begleitung erlebte und warum es dabei vor allem ums Aushalten geht, nicht um großes Wissen. Und sie teilt eine überraschende Erkenntnis: Bei ihren Begegnungen mit Sterbenden geht es meistens gar nicht um den Tod – sondern um das Leben. Ein Gespräch über den Mut, den bequemen Weg zu verlassen, und darüber, was wirklich zählt, wenn man die Zeit nicht mehr für selbstverständlich hält.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

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    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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„Ich komme aus dem Heulen nicht mehr raus“ – Sterbenskranke und ihr Alltag

In der aktuellen Folge von „Sterben & Trauern“ beleuchtet Professor Ernst Engelke im Gespräch mit den Journalisten Lea Reinhard und Michael Reinhard unter anderem die vielfältigen Herausforderungen, denen sterbenskranke Menschen gegenüberstehen. Die meisten von ihnen fragen sich im Anschluss an eine schlimme Diagnose: „Wie lange habe ich noch?“ Diese Frage verdeutlicht, dass sich Betroffene ihrer begrenzten Lebenszeit jetzt besonders bewusst werden. Engelke rät allerdings, nicht zu sehr auf statistische Prognosen zu schauen, sondern zu versuchen, die gegenwärtige Zeit so bewusst wie möglich zu nutzen.

Der Abschied vom Leben ist herausfordernd – und Sterbende sowie ihre Angehörigen erleben gleichermaßen Verlust und Trauer. Allen Beteiligten sollte klar sein, dass die Erkrankung keine Heilung für bestehende Konflikte bringt, auch wenn es Ausnahmen geben kann. Nicht selten verschlechtern sich sogar problematische Verhältnisse, während positive Beziehungen zumeist liebevoller werden.

Die letzte Phase des Sterbens ist vielschichtig und individuell. Verallgemeinernde Aussagen darüber sind deshalb kaum möglich. Engelke beschreibt verschiedene Möglichkeiten, wie Menschen diese letzten Tage ihres Lebens erleben können – von der schnellen Erschöpfung bis zur bewussten Entscheidung, das Essen und Trinken einzustellen. Er betont, dass es wichtig ist, diese Vielfalt der Erfahrungen zu respektieren und sich darauf einzustellen. Sein Ratschlag an alle, die einen Sterbenden begleiten: ihm treu bleiben, ohne auszuweichen und ihn in seiner individuellen Situation unterstützen.

Warum das Lieblingswort von Sterbenskranken „Scheiße“ ist …

Der Tod und das Sterben sind in eine der größten Herausforderungen, denen wir im Leben begegnen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass der Schmerz des Abschieds eine individuelle und zutiefst persönliche Erfahrung ist. Wir können diesen Schmerz nicht wegnehmen oder erleichtern. Aber wir können lernen, ihn anzunehmen und ihm Raum zu geben.

Der Schlüssel, um die Bedürfnisse sterbender Menschen besser zu verstehen und erfüllen zu können, ist  zuzuhören und zu beobachten. Oft äußern Menschen ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht direkt, sondern indirekt durch ihr Verhalten oder ihre Emotionen. Es ist wichtig, auf diese Hinweise zu achten und respektvoll darauf zu reagieren. Und wenn wir uns unsicher sind, ist es immer besser, nachzufragen.

Angst spielt bei Sterbenden eine große Rolle. Es geht aber nicht darum, die Angst zu nehmen – das ist nicht möglich. Vielmehr sollten Begleitende die Angst respektieren. Sterbenskranke haben ein Recht, ihre Ängste, ihren Schmerz und ihren Protest auszudrücken: Das Lieblingswort von Sterbenden ist übrigens „Scheiße“.