• 2 alte wei(s)e Männer Podcast

    Inklusion statt Exklusion: Wie der Aufbruch in eine gerechtere Gesellschaft gelingen kann!

    In der Auftakt-Folge von „2 alte wei(s)se Männer“ werfen wir unter anderem einen Blick auf das Thema „Frauen in Führungspositionen“. Wir diskutieren die Gründe für die geringe Präsenz von Frauen in der oberen Hierarchieebene und analysieren die Auswirkungen dieser Ungleichheit. Dabei reden wir sowohl über individuelle Ursachen als auch über strukturelle Hindernisse. Wir sagen, was getan werden kann, um mehr Frauen auf den Chefinnensessel zu bringen und eine gerechtere und vielfältigere Arbeitswelt zu schaffen. „

    „Zwei alte wei(s)se Männer“ – ein Podcast, der Erfahrung nicht langweilig erscheinen lässt!

  • Sterben & Trauern Podcast

    Drei Wege, das Wichtige nicht aufzuschieben (#2) – mit Julia Stumpf mit Dr. Nele Stadtbäumer

    Julia Stumpf ist 29 Jahre alt und hat etwas getan, wovon viele nur reden: Sie hat ihr Leben umgebaut. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und einem Studium der Wirtschaftspsychologie schien ihr Weg vorgezeichnet – Personalberatung, Karriere, das Bekannte. Heute begleitet sie sterbende Menschen und sitzt im Vorstand des Würzburger Hospizvereins.

    Auslöser war ein Moment im Jahr 2022. Julia kam als Ersthelferin zu einem Verkehrsunfall; die verunglückte Frau war gerade 25 Jahre alt, kaum jünger als sie selbst. Auf einmal war da die Erkenntnis: Das Leben kann auch in meinem Alter schnell vorbei sein. Julia beschreibt diesen Moment als ein Aufwachen. Sie sagt, oft habe man zwei Optionen und entscheide sich immer wieder für den gleichen Weg – einfach, weil er bequem ist. Nach dem Unfall hat sie sich gefragt: Ist mein Leben so, wie ich es mir wünsche, wenn es morgen zu Ende wäre? Sie hat aufgeräumt mit dem, was offen war, den Menschen gesagt, was sie ihr bedeuten, die Reisen gemacht, die sie sich vorgenommen hatte – und schließlich den Beruf gewechselt.

    Im Gespräch erzählt Julia, wie ein Flyer des Hospizvereins im Briefkasten den nächsten Schritt anstieß, wie sie ihre erste Begleitung erlebte und warum es dabei vor allem ums Aushalten geht, nicht um großes Wissen. Und sie teilt eine überraschende Erkenntnis: Bei ihren Begegnungen mit Sterbenden geht es meistens gar nicht um den Tod – sondern um das Leben. Ein Gespräch über den Mut, den bequemen Weg zu verlassen, und darüber, was wirklich zählt, wenn man die Zeit nicht mehr für selbstverständlich hält.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

    Mehr von uns

    🌐 Website: www.sterben-und-trauern.de
    📷 Instagram: @sterbentrauernderpodcast_
    🎵 TikTok: @sterben.trauern
    ▶️ YouTube: @SterbenTrauern
    📘 Facebook: Sterben und Trauern

    Unsere Bücher (beide im Herder Verlag)

    📖 „Sterben ungeschminkt“
    📖 „Mit der Trauer weiterleben“

    Schreibt uns

    Habt ihr eigene Erfahrungen, Fragen oder Gedanken? Wir freuen uns über jede Nachricht – hier in den Kommentaren oder per Mail an kontakt@sterben-und-trauern.de.

    Folge direkt herunterladen

    Drei Wege, das Wichtige nicht aufzuschieben (#1) – mit Nadja Seipel und Dr. Nele Stadtbäumer

    Nadja Seipel ist Mutter, Ehefrau, Tierliebhaberin – und palliative Patientin. 2015 bekam sie die Diagnose Brustkrebs, überstand Behandlungen und Operationen und schöpfte Hoffnung. 2021 kam die zweite Diagnose: Der Krebs war zurück, hatte gestreut, war nicht mehr heilbar. Die Ärzte sprachen von wenigen Monaten, die sie noch zu leben habe. Aus diesen Monaten sind bis heute Jahre geworden.

    Dieses Gespräch hat Lea gemeinsam mit Meike Schmid aus dem Team von „Sterben & Trauern“ geführt. Nadja nimmt die beiden mit in den Moment der zweiten Diagnose – ein älterer Professor, der ihr mit feuchten Augen sagte, dass er selbst in Pension geht, weil er so viele Rückkehrerinnen nicht mehr ertragen könne. Und sie erzählt, was seither anders ist. Wie vieles, das früher wichtig schien – das Auto, das Haus, die Handtasche –, in den Hintergrund gerückt ist. Und wie das Eigentliche in den Vordergrund trat: die Familie, die Freunde, die Zeit.

    Nadja ist nach der Diagnose 600 Kilometer gepilgert, um sich über ihr Leben klar zu werden. Sie hat sich mit ihrer Familie einen Camper gekauft, statt lange zu sparen. Sie schenkt ihrer Mutter Städtereisen – jetzt, nicht irgendwann. Und sie macht unzählige Fotos, damit sie eines Tages, wie sie sagt, auf ihrer letzten Liege in diesen Erinnerungen sein kann und nicht im Schmerz. Für ihre Tochter, die sie kaum anders kennt als mit der Erkrankung, will sie ein Vorbild sein: dass man auch mit einer schweren Diagnose das Leben genießen kann. Ein Gespräch über die Endlichkeit, die Hoffnung – und darüber, was bleibt, wenn man das Wichtige nicht mehr aufschiebt.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir künftig das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

    Mehr von uns

    🌐 Website: www.sterben-und-trauern.de
    📷 Instagram: @sterbentrauernderpodcast_
    🎵 TikTok: @sterben.trauern
    ▶️ YouTube: @SterbenTrauern
    📘 Facebook: Sterben und Trauern

    Unsere Bücher (beide im Herder Verlag)

    📖 „Sterben ungeschminkt“
    📖 „Mit der Trauer weiterleben“

    Schreibt uns

    Habt ihr eigene Erfahrungen, Fragen oder Gedanken? Wir freuen uns über jede Nachricht – hier in den Kommentaren oder per Mail an kontakt@sterben-und-trauern.de.

    Folge direkt herunterladen

    Mutmacher #4: „Schiebe das Wichtige nicht auf“ – mit Nadja Seipel und Dr. Nele Stadtbäumer

    Nadja Seipel ist Mutter, Ehefrau, Tierliebhaberin – und palliative Patientin. 2015 bekam sie die Diagnose Brustkrebs, überstand Behandlungen und Operationen und schöpfte Hoffnung. 2021 kam die zweite Diagnose: Der Krebs war zurück, hatte gestreut, war nicht mehr heilbar. Die Ärzte sprachen von wenigen Monaten, die sie noch zu leben habe. Aus diesen Monaten sind bis heute Jahre geworden.

    Dieses Gespräch hat Lea gemeinsam mit Meike Schmid aus dem Team von „Sterben & Trauern“ geführt. Nadja nimmt die beiden mit in den Moment der zweiten Diagnose – ein älterer Professor, der ihr mit feuchten Augen sagte, dass er selbst in Pension geht, weil er so viele Rückkehrerinnen nicht mehr ertragen könne. Und sie erzählt, was seither anders ist. Wie vieles, das früher wichtig schien – das Auto, das Haus, die Handtasche –, in den Hintergrund gerückt ist. Und wie das Eigentliche in den Vordergrund trat: die Familie, die Freunde, die Zeit.

    Nadja ist nach der Diagnose 600 Kilometer gepilgert, um sich über ihr Leben klar zu werden. Sie hat sich mit ihrer Familie einen Camper gekauft, statt lange zu sparen. Sie schenkt ihrer Mutter Städtereisen – jetzt, nicht irgendwann. Und sie macht unzählige Fotos, damit sie eines Tages, wie sie sagt, auf ihrer letzten Liege in diesen Erinnerungen sein kann und nicht im Schmerz. Für ihre Tochter, die sie kaum anders kennt als mit der Erkrankung, will sie ein Vorbild sein: dass man auch mit einer schweren Diagnose das Leben genießen kann. Ein Gespräch über die Endlichkeit, die Hoffnung – und darüber, was bleibt, wenn man das Wichtige nicht mehr aufschiebt.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir künftig das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

    Mehr von uns

    🌐 Website: www.sterben-und-trauern.de
    📷 Instagram: @sterbentrauernderpodcast_
    🎵 TikTok: @sterben.trauern
    ▶️ YouTube: @SterbenTrauern
    📘 Facebook: Sterben und Trauern

    Unsere Bücher (beide im Herder Verlag)

    📖 „Sterben ungeschminkt“
    📖 „Mit der Trauer weiterleben“

    Schreibt uns

    Habt ihr eigene Erfahrungen, Fragen oder Gedanken? Wir freuen uns über jede Nachricht – hier in den Kommentaren oder per Mail an kontakt@sterben-und-trauern.de.

    Folge direkt herunterladen

„Ich komme aus dem Heulen nicht mehr raus“ – Sterbenskranke und ihr Alltag

In der aktuellen Folge von „Sterben & Trauern“ beleuchtet Professor Ernst Engelke im Gespräch mit den Journalisten Lea Reinhard und Michael Reinhard unter anderem die vielfältigen Herausforderungen, denen sterbenskranke Menschen gegenüberstehen. Die meisten von ihnen fragen sich im Anschluss an eine schlimme Diagnose: „Wie lange habe ich noch?“ Diese Frage verdeutlicht, dass sich Betroffene ihrer begrenzten Lebenszeit jetzt besonders bewusst werden. Engelke rät allerdings, nicht zu sehr auf statistische Prognosen zu schauen, sondern zu versuchen, die gegenwärtige Zeit so bewusst wie möglich zu nutzen.

Der Abschied vom Leben ist herausfordernd – und Sterbende sowie ihre Angehörigen erleben gleichermaßen Verlust und Trauer. Allen Beteiligten sollte klar sein, dass die Erkrankung keine Heilung für bestehende Konflikte bringt, auch wenn es Ausnahmen geben kann. Nicht selten verschlechtern sich sogar problematische Verhältnisse, während positive Beziehungen zumeist liebevoller werden.

Die letzte Phase des Sterbens ist vielschichtig und individuell. Verallgemeinernde Aussagen darüber sind deshalb kaum möglich. Engelke beschreibt verschiedene Möglichkeiten, wie Menschen diese letzten Tage ihres Lebens erleben können – von der schnellen Erschöpfung bis zur bewussten Entscheidung, das Essen und Trinken einzustellen. Er betont, dass es wichtig ist, diese Vielfalt der Erfahrungen zu respektieren und sich darauf einzustellen. Sein Ratschlag an alle, die einen Sterbenden begleiten: ihm treu bleiben, ohne auszuweichen und ihn in seiner individuellen Situation unterstützen.

Warum das Lieblingswort von Sterbenskranken „Scheiße“ ist …

Der Tod und das Sterben sind in eine der größten Herausforderungen, denen wir im Leben begegnen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass der Schmerz des Abschieds eine individuelle und zutiefst persönliche Erfahrung ist. Wir können diesen Schmerz nicht wegnehmen oder erleichtern. Aber wir können lernen, ihn anzunehmen und ihm Raum zu geben.

Der Schlüssel, um die Bedürfnisse sterbender Menschen besser zu verstehen und erfüllen zu können, ist  zuzuhören und zu beobachten. Oft äußern Menschen ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht direkt, sondern indirekt durch ihr Verhalten oder ihre Emotionen. Es ist wichtig, auf diese Hinweise zu achten und respektvoll darauf zu reagieren. Und wenn wir uns unsicher sind, ist es immer besser, nachzufragen.

Angst spielt bei Sterbenden eine große Rolle. Es geht aber nicht darum, die Angst zu nehmen – das ist nicht möglich. Vielmehr sollten Begleitende die Angst respektieren. Sterbenskranke haben ein Recht, ihre Ängste, ihren Schmerz und ihren Protest auszudrücken: Das Lieblingswort von Sterbenden ist übrigens „Scheiße“.