• 2 alte wei(s)e Männer Podcast

    Inklusion statt Exklusion: Wie der Aufbruch in eine gerechtere Gesellschaft gelingen kann!

    In der Auftakt-Folge von „2 alte wei(s)se Männer“ werfen wir unter anderem einen Blick auf das Thema „Frauen in Führungspositionen“. Wir diskutieren die Gründe für die geringe Präsenz von Frauen in der oberen Hierarchieebene und analysieren die Auswirkungen dieser Ungleichheit. Dabei reden wir sowohl über individuelle Ursachen als auch über strukturelle Hindernisse. Wir sagen, was getan werden kann, um mehr Frauen auf den Chefinnensessel zu bringen und eine gerechtere und vielfältigere Arbeitswelt zu schaffen. „

    „Zwei alte wei(s)se Männer“ – ein Podcast, der Erfahrung nicht langweilig erscheinen lässt!

  • Sterben & Trauern Podcast

    Mutmacher #4: „Schiebe das Wichtige nicht auf“ – mit Nadja Seipel und Dr. Nele Stadtbäumer

    Nadja Seipel ist Mutter, Ehefrau, Tierliebhaberin – und palliative Patientin. 2015 bekam sie die Diagnose Brustkrebs, überstand Behandlungen und Operationen und schöpfte Hoffnung. 2021 kam die zweite Diagnose: Der Krebs war zurück, hatte gestreut, war nicht mehr heilbar. Die Ärzte sprachen von wenigen Monaten, die sie noch zu leben habe. Aus diesen Monaten sind bis heute Jahre geworden.

    Dieses Gespräch hat Lea gemeinsam mit Meike Schmid aus dem Team von „Sterben & Trauern“ geführt. Nadja nimmt die beiden mit in den Moment der zweiten Diagnose – ein älterer Professor, der ihr mit feuchten Augen sagte, dass er selbst in Pension geht, weil er so viele Rückkehrerinnen nicht mehr ertragen könne. Und sie erzählt, was seither anders ist. Wie vieles, das früher wichtig schien – das Auto, das Haus, die Handtasche –, in den Hintergrund gerückt ist. Und wie das Eigentliche in den Vordergrund trat: die Familie, die Freunde, die Zeit.

    Nadja ist nach der Diagnose 600 Kilometer gepilgert, um sich über ihr Leben klar zu werden. Sie hat sich mit ihrer Familie einen Camper gekauft, statt lange zu sparen. Sie schenkt ihrer Mutter Städtereisen – jetzt, nicht irgendwann. Und sie macht unzählige Fotos, damit sie eines Tages, wie sie sagt, auf ihrer letzten Liege in diesen Erinnerungen sein kann und nicht im Schmerz. Für ihre Tochter, die sie kaum anders kennt als mit der Erkrankung, will sie ein Vorbild sein: dass man auch mit einer schweren Diagnose das Leben genießen kann. Ein Gespräch über die Endlichkeit, die Hoffnung – und darüber, was bleibt, wenn man das Wichtige nicht mehr aufschiebt.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir künftig das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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    Unsere Bücher (beide im Herder Verlag)

    📖 „Sterben ungeschminkt“
    📖 „Mit der Trauer weiterleben“

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    Habt ihr eigene Erfahrungen, Fragen oder Gedanken? Wir freuen uns über jede Nachricht – hier in den Kommentaren oder per Mail an kontakt@sterben-und-trauern.de.

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    Mutmacher 3: Wie Nadja der Sterblichkeit in die Augen schaut

    Nadja Seipel ist Mutter, Ehefrau, Tierliebhaberin – und palliative Patientin. 2015 bekam sie die Diagnose Brustkrebs, überstand Behandlungen und Operationen und schöpfte Hoffnung. 2021 kam die zweite Diagnose: Der Krebs war zurück, hatte gestreut, war nicht mehr heilbar. Die Ärzte sprachen von wenigen Monaten, die sie noch zu leben habe. Aus diesen Monaten sind bis heute Jahre geworden.

    Dieses Gespräch hat Lea gemeinsam mit Meike Schmid aus dem Team von „Sterben & Trauern“ geführt. Nadja nimmt die beiden mit in den Moment der zweiten Diagnose – ein älterer Professor, der ihr mit feuchten Augen sagte, dass er selbst in Pension geht, weil er so viele Rückkehrerinnen nicht mehr ertragen könne. Und sie erzählt, was seither anders ist. Wie vieles, das früher wichtig schien – das Auto, das Haus, die Handtasche –, in den Hintergrund gerückt ist. Und wie das Eigentliche in den Vordergrund trat: die Familie, die Freunde, die Zeit.

    Nadja ist nach der Diagnose 600 Kilometer gepilgert, um sich über ihr Leben klar zu werden. Sie hat sich mit ihrer Familie einen Camper gekauft, statt lange zu sparen. Sie schenkt ihrer Mutter Städtereisen – jetzt, nicht irgendwann. Und sie macht unzählige Fotos, damit sie eines Tages, wie sie sagt, auf ihrer letzten Liege in diesen Erinnerungen sein kann und nicht im Schmerz. Für ihre Tochter, die sie kaum anders kennt als mit der Erkrankung, will sie ein Vorbild sein: dass man auch mit einer schweren Diagnose das Leben genießen kann. Ein Gespräch über die Endlichkeit, die Hoffnung – und darüber, was bleibt, wenn man das Wichtige nicht mehr aufschiebt.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir künftig das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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    Mutmacher #3: „Schaue der Sterblichkeit in die Augen“ – mit Johanna Klug und Dr. Nele Stadtbäumer

    Johanna Klug ist Anfang dreißig und tut, was die meisten ein Leben lang meiden: Sie sucht die Nähe zu sterbenden Menschen. Aufgewachsen ist sie mit einem klaren Karriereweg vor Augen – sie studierte Medienmanagement in Würzburg und ging danach in die Niederlande, nach Groningen. Und dort, mitten im Studium, kam ein Impuls, den sie selbst als magnetisch beschreibt: Sie wusste plötzlich, dass sie Sterbende begleiten will. Obwohl in ihrer Familie und ihrem Umfeld niemand gestorben war. Obwohl nichts in ihrem Leben darauf hindeutete.

    Sie ist diesem Ruf gefolgt. Johanna hat in Hospizen und auf Palliativstationen gearbeitet – in Deutschland, aber auch in Südafrika, wo der Tod selbstverständlicher zum Alltag gehört. Sie hat viele Menschen bis zuletzt begleitet, hat gelernt, auch dort Zugang zu finden, wo andere sich abwenden. Über all das hat sie ein bemerkenswertes Buch geschrieben: „Mehr vom Leben. Was uns die Begegnung mit dem Tod über das Leben lehrt“ (Kösel-Verlag).

    Im Gespräch sagt Johanna einen Satz, der viele erst einmal stutzen lässt: Die Beschäftigung mit dem Tod mache sie glücklicher. Für sie ist das kein Widerspruch, sondern der Kern ihrer Erfahrung. Sie erzählt von Südafrika, wo Menschen trotz weniger Möglichkeiten eine tiefe Erdung ausstrahlten. Und von dem, was am Sterbebett wirklich zählt: nie die materiellen Dinge, immer die Beziehungen – zu anderen und zu sich selbst.

    Es ist ein Gespräch darüber geworden, warum der Blick auf die eigene Endlichkeit das Leben nicht verdunkelt, sondern heller macht. Nicht düsterer, sondern klarer. Nicht ängstlicher, sondern freier.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende der Folge holen wir das große Thema dann wieder herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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„Ich komme aus dem Heulen nicht mehr raus“ – Sterbenskranke und ihr Alltag

In der aktuellen Folge von „Sterben & Trauern“ beleuchtet Professor Ernst Engelke im Gespräch mit den Journalisten Lea Reinhard und Michael Reinhard unter anderem die vielfältigen Herausforderungen, denen sterbenskranke Menschen gegenüberstehen. Die meisten von ihnen fragen sich im Anschluss an eine schlimme Diagnose: „Wie lange habe ich noch?“ Diese Frage verdeutlicht, dass sich Betroffene ihrer begrenzten Lebenszeit jetzt besonders bewusst werden. Engelke rät allerdings, nicht zu sehr auf statistische Prognosen zu schauen, sondern zu versuchen, die gegenwärtige Zeit so bewusst wie möglich zu nutzen.

Der Abschied vom Leben ist herausfordernd – und Sterbende sowie ihre Angehörigen erleben gleichermaßen Verlust und Trauer. Allen Beteiligten sollte klar sein, dass die Erkrankung keine Heilung für bestehende Konflikte bringt, auch wenn es Ausnahmen geben kann. Nicht selten verschlechtern sich sogar problematische Verhältnisse, während positive Beziehungen zumeist liebevoller werden.

Die letzte Phase des Sterbens ist vielschichtig und individuell. Verallgemeinernde Aussagen darüber sind deshalb kaum möglich. Engelke beschreibt verschiedene Möglichkeiten, wie Menschen diese letzten Tage ihres Lebens erleben können – von der schnellen Erschöpfung bis zur bewussten Entscheidung, das Essen und Trinken einzustellen. Er betont, dass es wichtig ist, diese Vielfalt der Erfahrungen zu respektieren und sich darauf einzustellen. Sein Ratschlag an alle, die einen Sterbenden begleiten: ihm treu bleiben, ohne auszuweichen und ihn in seiner individuellen Situation unterstützen.

Warum das Lieblingswort von Sterbenskranken „Scheiße“ ist …

Der Tod und das Sterben sind in eine der größten Herausforderungen, denen wir im Leben begegnen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass der Schmerz des Abschieds eine individuelle und zutiefst persönliche Erfahrung ist. Wir können diesen Schmerz nicht wegnehmen oder erleichtern. Aber wir können lernen, ihn anzunehmen und ihm Raum zu geben.

Der Schlüssel, um die Bedürfnisse sterbender Menschen besser zu verstehen und erfüllen zu können, ist  zuzuhören und zu beobachten. Oft äußern Menschen ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht direkt, sondern indirekt durch ihr Verhalten oder ihre Emotionen. Es ist wichtig, auf diese Hinweise zu achten und respektvoll darauf zu reagieren. Und wenn wir uns unsicher sind, ist es immer besser, nachzufragen.

Angst spielt bei Sterbenden eine große Rolle. Es geht aber nicht darum, die Angst zu nehmen – das ist nicht möglich. Vielmehr sollten Begleitende die Angst respektieren. Sterbenskranke haben ein Recht, ihre Ängste, ihren Schmerz und ihren Protest auszudrücken: Das Lieblingswort von Sterbenden ist übrigens „Scheiße“.