• Sterben & Trauern Podcast

    Mutmacher #6: Nimm deinen Liebsten die Last ab – mit Eric Wrede und Dr. Nele Stadtbäumer

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    Eric Wrede hat ein bemerkenswertes Leben hinter sich. Er hat Germanistik und Geschichte studiert, war DJ in Berlin und Musikmanager bei einer großen Plattenfirma – Westernhagen, Selig und Polarkreis 18 gehörten zu seinen Künstlern. Dann hat er einen radikalen Schnitt gemacht und ist Bestatter geworden. Heute führt er in Berlin mit seinem Team das Bestattungshaus „lebensnah“ und begleitet Jahr für Jahr Hunderte Familien.

    Aus dieser Erfahrung heraus sagt Eric etwas, das den Blick auf die ganze Vorsorge verändert. Er sagt: Nimm mal die Überschrift „Tod“ weg. Reden wir stattdessen über Liebe, über Beziehung. Der Satz „Ich habe Angst, dass meine Oma stirbt“ müsse eigentlich heißen: Ich liebe meine Oma und möchte sie nicht verlieren. Und daraus wird bei ihm ein ganz einfacher, berührender Rat: Sag ihr lieber, dass du sie liebst.

    Für Eric ist Vorsorge im Kern kein Behördenthema und kein Aktenordner, sondern eine Frage der Beziehung. Es geht darum, den Menschen, die man liebt, die Last abzunehmen, bevor der Ernstfall kommt. Im Gespräch erzählt er, warum wir uns damit trotzdem so schwer tun, warum viele ein schlechtes Gewissen haben, überhaupt beim Bestatter anzurufen, und wie man ein solches Gespräch beginnt, ohne gleich mit dem Tod ins Haus zu fallen. Und er teilt eine überraschende Erkenntnis: dass Hinterbliebene sich später nie an den schönen Sarg erinnern, sondern an etwas ganz anderes.

    Ein Gespräch über die Liebe hinter der Vorsorge – und darüber, wie man den Menschen, die bleiben, eine Last von den Schultern nimmt.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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    Mutmacher #5: „Ermögliche Versöhnung“ – mit Chris Paul und Dr. Nele Stadtbäumer

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    Chris Paul ist eine der Pionierinnen der Trauerbegleitung in Deutschland. Sie begleitet Trauernde, bildet Trauerbegleiterinnen aus und hat zahlreiche Bücher geschrieben. Doch sie kam nicht über die Theorie zu diesem Thema, sondern über einen eigenen, harten Verlust: 1985 nahm sich ihre damalige Partnerin das Leben. Chris war 22 – und jahrzehntelang lag über ihrer Trauer vor allem eines: die Schuld. Was habe ich falsch gemacht, wo habe ich versagt? Erst nach und nach, über eine Erzählung, erste Workshops und schließlich ein neues Studium, wurde daraus ihre Lebensaufgabe.

    Im Gespräch stellt Chris Paul einen verbreiteten Ratschlag auf den Kopf. Fast jeder Trauernde hört ihn irgendwann: Du musst jetzt loslassen. Chris Paul sagt: Nein! Wir müssen nicht loslassen – wir dürfen verbunden bleiben. Der Tod beendet die Beziehung nicht, er verwandelt sie. Sie erzählt von den Zeichen, die ihr ihre Verstorbenen schicken – ein Schmetterling, ein Rotkehlchen – und warum sich niemand für solche Momente schämen sollte.

    Für uns hat Versöhnung zwei Seiten, über die wir mit Chris gesprochen haben: die Versöhnung mit den Verstorbenen, also das Verbunden-Bleiben. Und die Versöhnung mit der eigenen Schuld – jenen quälenden Gedanken, man hätte etwas sehen oder verhindern müssen. Chris Paul weiß aus eigener Erfahrung, dass Schuldgefühle sogar einen Sinn haben können, und wie man dennoch Frieden schließt: mit den Toten und mit sich selbst.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“. Am Ende jeder Folge ordnet die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer den Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für den Alltag. Nele ist Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (EMF Verlag).

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    Ein Hinweis: In dieser Folge geht es auch um Suizid. Wenn dich das Thema belastet, wende dich an die Telefonseelsorge – rund um die Uhr, kostenlos und anonym: 0800 111 0 111.

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    Drei Wege, das Wichtige nicht aufzuschieben (#3): mit Katrin Seyfert und Dr. Nele Stadtbäumer

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    Katrin Seyfert ist Journalistin und schreibt unter einem Pseudonym. Sechs Jahre lang hat sie ihren Mann Marc begleitet, der mit Anfang fünfzig die Diagnose Alzheimer bekam – ein Arzt, ein Vater von drei Kindern, mitten im Leben. Im September 2022 ist er gestorben. In ihrem Buch „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ erzählt sie von dieser Zeit: schonungslos offen, klar und mit einem Humor, der trägt.

    Mit der Diagnose zerbrach die Illusion, das Leben sei planbar. Katrin erzählt, wie es begann – mit Notizzetteln überall im Haus: „Fußballtraining 16 Uhr“, „Brot kaufen“ – bis zu dem Tag, an dem Marc ihren Geburtstag vergaß. Sie spricht über die prämortale Trauer, das Trauern um einen Menschen, der noch lebt. Über den Satz, der ihre Lage auf den Punkt bringt: Aus der Ehe auf Augenhöhe sei ein Versorgungsmodell geworden. Und über die überraschende Erkenntnis, dass die Diagnose für Marc auch eine Erleichterung war – weil er die Fassade nicht mehr halten musste.

    Was diese Folge besonders macht: Katrin überhöht den Mutmacher nicht. Sie widerspricht sogar dem verbreiteten Glauben, dass man nach so einer Erfahrung automatisch im Hier und Jetzt lebt und das Wichtige nie wieder aufschiebt. Und sie erzählt, dass Marc das wirklich Wichtige selbst geregelt hat – den Heimplatz, die Bankkarte –, sodass es keine großen Reiseträume brauchte, weil sie einander hatten. Ein Gespräch über den Verlust auf Raten, über gute Nachbarn und schräge Gesangsabende, über das Schnitzen ihres Mannes und den Familiensatz „Papa hätte es so gewollt“.

    Katrins Buch

    📖 Katrin Seyfert: „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ (DVA). Ein SPIEGEL-Bestseller – offen, klug und überraschend komisch.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir wieder das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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  • 2 alte wei(s)e Männer Podcast

    Inklusion statt Exklusion: Wie der Aufbruch in eine gerechtere Gesellschaft gelingen kann!

    In der Auftakt-Folge von „2 alte wei(s)se Männer“ werfen wir unter anderem einen Blick auf das Thema „Frauen in Führungspositionen“. Wir diskutieren die Gründe für die geringe Präsenz von Frauen in der oberen Hierarchieebene und analysieren die Auswirkungen dieser Ungleichheit. Dabei reden wir sowohl über individuelle Ursachen als auch über strukturelle Hindernisse. Wir sagen, was getan werden kann, um mehr Frauen auf den Chefinnensessel zu bringen und eine gerechtere und vielfältigere Arbeitswelt zu schaffen. „

    „Zwei alte wei(s)se Männer“ – ein Podcast, der Erfahrung nicht langweilig erscheinen lässt!

Warum das Lieblingswort von Sterbenskranken „Scheiße“ ist …

Der Tod und das Sterben sind in eine der größten Herausforderungen, denen wir im Leben begegnen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass der Schmerz des Abschieds eine individuelle und zutiefst persönliche Erfahrung ist. Wir können diesen Schmerz nicht wegnehmen oder erleichtern. Aber wir können lernen, ihn anzunehmen und ihm Raum zu geben.

Der Schlüssel, um die Bedürfnisse sterbender Menschen besser zu verstehen und erfüllen zu können, ist  zuzuhören und zu beobachten. Oft äußern Menschen ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht direkt, sondern indirekt durch ihr Verhalten oder ihre Emotionen. Es ist wichtig, auf diese Hinweise zu achten und respektvoll darauf zu reagieren. Und wenn wir uns unsicher sind, ist es immer besser, nachzufragen.

Angst spielt bei Sterbenden eine große Rolle. Es geht aber nicht darum, die Angst zu nehmen – das ist nicht möglich. Vielmehr sollten Begleitende die Angst respektieren. Sterbenskranke haben ein Recht, ihre Ängste, ihren Schmerz und ihren Protest auszudrücken: Das Lieblingswort von Sterbenden ist übrigens „Scheiße“.

„Ich komme aus dem Heulen nicht mehr raus“ – Sterbenskranke und ihr Alltag

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45,7 MB

In der aktuellen Folge von „Sterben & Trauern“ beleuchtet Professor Ernst Engelke im Gespräch mit den Journalisten Lea Reinhard und Michael Reinhard unter anderem die vielfältigen Herausforderungen, denen sterbenskranke Menschen gegenüberstehen. Die meisten von ihnen fragen sich im Anschluss an eine schlimme Diagnose: „Wie lange habe ich noch?“ Diese Frage verdeutlicht, dass sich Betroffene ihrer begrenzten Lebenszeit jetzt besonders bewusst werden. Engelke rät allerdings, nicht zu sehr auf statistische Prognosen zu schauen, sondern zu versuchen, die gegenwärtige Zeit so bewusst wie möglich zu nutzen.

Der Abschied vom Leben ist herausfordernd – und Sterbende sowie ihre Angehörigen erleben gleichermaßen Verlust und Trauer. Allen Beteiligten sollte klar sein, dass die Erkrankung keine Heilung für bestehende Konflikte bringt, auch wenn es Ausnahmen geben kann. Nicht selten verschlechtern sich sogar problematische Verhältnisse, während positive Beziehungen zumeist liebevoller werden.

Die letzte Phase des Sterbens ist vielschichtig und individuell. Verallgemeinernde Aussagen darüber sind deshalb kaum möglich. Engelke beschreibt verschiedene Möglichkeiten, wie Menschen diese letzten Tage ihres Lebens erleben können – von der schnellen Erschöpfung bis zur bewussten Entscheidung, das Essen und Trinken einzustellen. Er betont, dass es wichtig ist, diese Vielfalt der Erfahrungen zu respektieren und sich darauf einzustellen. Sein Ratschlag an alle, die einen Sterbenden begleiten: ihm treu bleiben, ohne auszuweichen und ihn in seiner individuellen Situation unterstützen.

Warum das Lieblingswort von Sterbenskranken „Scheiße“ ist …

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43,4 MB

Der Tod und das Sterben sind in eine der größten Herausforderungen, denen wir im Leben begegnen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass der Schmerz des Abschieds eine individuelle und zutiefst persönliche Erfahrung ist. Wir können diesen Schmerz nicht wegnehmen oder erleichtern. Aber wir können lernen, ihn anzunehmen und ihm Raum zu geben.

Der Schlüssel, um die Bedürfnisse sterbender Menschen besser zu verstehen und erfüllen zu können, ist  zuzuhören und zu beobachten. Oft äußern Menschen ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht direkt, sondern indirekt durch ihr Verhalten oder ihre Emotionen. Es ist wichtig, auf diese Hinweise zu achten und respektvoll darauf zu reagieren. Und wenn wir uns unsicher sind, ist es immer besser, nachzufragen.

Angst spielt bei Sterbenden eine große Rolle. Es geht aber nicht darum, die Angst zu nehmen – das ist nicht möglich. Vielmehr sollten Begleitende die Angst respektieren. Sterbenskranke haben ein Recht, ihre Ängste, ihren Schmerz und ihren Protest auszudrücken: Das Lieblingswort von Sterbenden ist übrigens „Scheiße“.

Abschied vor dem ersten Atemzug – Erfahrungen eines Sternenpapas

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35,5 MB

In dieser bewegenden Sonderfolge sprechen wir über eine Form des Abschieds, die selten öffentlich Raum bekommt: den Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft. Unser Gast Johannes Markmann erzählt von seinem Sohn Fino, der kurz vor dem errechneten Geburtstermin gestorben ist – und davon, wie sich das erste Jahr als Sternenpapa anfühlt. Johannes beschreibt, wie er die Nachricht erlebte, wie die Geburt und der Abschied im Krankenhaus abliefen und wie er gemeinsam mit seiner Frau Sandi in eine völlig neue Realität zurückfinden musste. Wir sprechen darüber, wie unterschiedlich Trauerprozesse bei Müttern und Vätern sein können, wie Beziehungen sich verändern – und wie das Leben weitergeht, auch wenn die Welt still steht.

Neu im Podcastteam ist Meike Schmid, Journalistin und Mutter von zwei Kindern, die gemeinsam mit Lea durch dieses einfühlsame Gespräch führt. Diese Folge richtet sich an alle, die selbst ein Sternenkind haben, jemanden begleiten, der trauert, oder verstehen möchten, wie Verlust Eltern für immer prägt. Sie bietet Orientierung, Mitgefühl und ehrliche Worte für ein Thema, über das viele erst sprechen, wenn sie selbst betroffen sind.

Über unseren Gast: Johannes Markmann ist freier Redner für Hochzeiten und Trauerfeiern. Seit dem Tod seines Sohnes Fino begleitet er verstärkt auch Eltern von Sternenkindern – mit einer Sprache, die aus eigener Erfahrung kommt.

Mehr über Johannes: trauenundtrauern.de

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Sterben ungeschminkt – unser Generationengespräch über Sterben und Trauern

Wir möchten euch auch unser Buch zur ersten Staffel von Sterben & Trauern ans Herz legen.

Darin führen wir offene und bewegende Gespräche mit dem Palliativpsychologen Prof. Ernst Engelke – über das, was Sterben und Trauern in unserer Gesellschaft eigentlich bedeuten.

Ein Buch voller Einblicke, Empathie und ehrlicher Auseinandersetzung – für alle, die begleiten, verstehen oder einfach genauer hinsehen wollen.

Verlag Herder

1. Auflage 2025

Gebunden

176 Seiten

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Mutmacher #8: „Gib deiner Angst Worte“ – mit Susen Tiedtke und Dr. Nele Stadtbäumer

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37,9 MB

Susen Tiedtke war eine der besten deutschen Weitspringerinnen – Medaillengewinnerin bei Weltmeisterschaften, Olympiateilnehmerin. Eine Frau, die gelernt hat zu funktionieren, durchzuhalten, zu kämpfen. Doch in diesem Gespräch ist sie aus einem anderen Grund bei uns: Vor gut einem Jahr ist ihr Sohn Max gestorben, mit 17 Jahren, völlig ohne Vorzeichen. Eine unentdeckte Herzerkrankung, keine Warnzeichen.

Susen nimmt uns mit in die Zeit danach – in den Moment, als aus der Spitzensportlerin, die immer ein Ziel vor Augen hatte, ein Mensch wurde, der sich fragte, was überhaupt noch Sinn ergibt. Sie spricht offen über die Schuldgefühle, die bleiben, obwohl es nichts zu erkennen gab. Über die Sinnfrage, die sich auftut, wenn man sein Kind verliert. Und über das, was ihr geholfen hat, weiterzumachen: der Austausch mit anderen betroffenen Eltern, aus dem sogar eine Freundschaft wurde, und ihre eigene Überzeugung, durch eine frühere Nahtoderfahrung, dass die Verbindung zu Max nicht abgerissen ist.

Unser Mutmacher dieser Folge heißt „Gib deiner Angst Worte“. Susen hat sich entschieden, nicht zu schweigen, sondern öffentlich über ihren Verlust zu sprechen – vor Kameras, mit Tränen, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Sie erzählt, warum ihr das Reden mehr hilft als das Schweigen, warum sich so viele Menschen aus Hilflosigkeit zurückziehen, wenn es um den Tod geht, und warum sie trotzdem nie aufgehört hat, klare Worte zu finden. Ihr Antrieb: Vielleicht hört jemand zu, dem es ähnlich geht – und merkt, dass es einen Weg gibt, weiterzuleben.

Ein Gespräch über den größten Verlust, den ein Mensch erleben kann, über den Mut, der Angst Worte zu geben, und über die Frage, was trägt, wenn nichts mehr selbstverständlich ist.

Dieses Gespräch berührt auch Gedanken, nicht mehr weiterleben zu wollen. Wenn dich das Thema belastet, bist du nicht allein: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr, kostenlos und anonym erreichbar unter 0800 111 0 111.

Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

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Über „Sterben & Trauern“

„Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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