• Sterben & Trauern

    Mutmacher #1: „Finde raus, was dir wichtig ist“ – zu Gast ist Henning Scherf

    Henning Scherf, Jahrgang 1938, war von 1995 bis 2005 Bürgermeister von Bremen und über Jahrzehnte eine der markantesten Stimmen der deutschen Sozialdemokratie. Bekannt wurde er weit über die Politik hinaus: als jemand, der offen über das Alter und das Sterben spricht, der seit fast vierzig Jahren in einer Wohngemeinschaft lebt und in Büchern wie „Das letzte Tabu“ für einen ehrlichen Umgang mit dem Lebensende wirbt.

    Was zählt am Ende eines langen Lebens? Henning Scherfist heute 87 Jahre alt. Im vergangenen Dezember ist Luise gestorben, seine Frau. Das Paar war über sechzig Jahre zusammen. Luise hat leidenschaftlich Klavier gespielt. An ihrem Flügel im Wohnzimmer haben wir mit Henning Scherf gesprochen.

    Henning erzählt, wie ihn schon als Jugendlicher der Tod seiner Großmutter geprägt hat, die er im Arm hielt, als sie sagte: die schönste Zeit ihres Lebens sei mit den Kindern gewesen. Er erzählt, warum er sein Alter nicht dem Heim und der Anonymität überlassen wollte, sondern seit 1987 in einer Wohngemeinschaft lebt – lange bevor jemand das Wort Mehrgenerationen-WG kannte. Und er spricht darüber, was ihm heute nicht mehr wichtig ist: öffentlicher Erfolg, Resonanz, recht zu behalten. Ein Gespräch über die Liebe, das Loslassen und die Frage, was bleibt.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir künftig idas große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

    Mehr von uns

    🌐 Website: www.sterben-und-trauern.de
    📷 Instagram: @sterbentrauernderpodcast_
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    Unsere Bücher (beide im Herder Verlag)

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    Mutmacher #1: „Finde raus, was dir wichtig ist“ – zu Gast ist Henning Scherf

    Henning Scherf, Jahrgang 1938, war von 1995 bis 2005 Bürgermeister von Bremen und über Jahrzehnte eine der markantesten Stimmen der deutschen Sozialdemokratie. Bekannt wurde er weit über die Politik hinaus: als jemand, der offen über das Alter und das Sterben spricht, der seit fast vierzig Jahren in einer Wohngemeinschaft lebt und in Büchern wie „Das letzte Tabu“ für einen ehrlichen Umgang mit dem Lebensende wirbt.

    Was zählt am Ende eines langen Lebens? Henning Scherfist heute 87 Jahre alt. Im vergangenen Dezember ist Luise gestorben, seine Frau. Das Paar war über sechzig Jahre zusammen. Luise hat leidenschaftlich Klavier gespielt. An ihrem Flügel im Wohnzimmer haben wir mit Henning Scherf gesprochen.

    Henning erzählt, wie ihn schon als Jugendlicher der Tod seiner Großmutter geprägt hat, die er im Arm hielt, als sie sagte: die schönste Zeit ihres Lebens sei mit den Kindern gewesen. Er erzählt, warum er sein Alter nicht dem Heim und der Anonymität überlassen wollte, sondern seit 1987 in einer Wohngemeinschaft lebt – lange bevor jemand das Wort Mehrgenerationen-WG kannte. Und er spricht darüber, was ihm heute nicht mehr wichtig ist: öffentlicher Erfolg, Resonanz, recht zu behalten. Ein Gespräch über die Liebe, das Loslassen und die Frage, was bleibt.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir künftig idas große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

    Mehr von uns

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    Staffel 3: Zugunglück und Herzstillstand – was uns prägte

    Bevor wir in dieser Staffel unsere Gäste vorstellen, sprechen wir miteinander. Über unsere eigene Geschichte mit dem Tod. Über Erfahrungen, die uns geprägt haben – manche davon tragen wir schon sehr lange mit uns.

    Das hat nichts damit zu tun, dass wir unsere Geschichte für wichtiger hielten als eure. Sondern damit, dass dieses Thema vor allem eines ist: sehr persönlich. Und wer andere einlädt, sich damit auseinanderzusetzen, sollte selbst bereit sein hinzusehen.

    Was ihr in dieser Folge hört

    Mamas Krebsdiagnose – und warum Offenheit das Richtige war Lea war sieben, als ihre Mutter – Michaels Frau – mit 37 Jahren eine schwere Krebsdiagnose bekam. Die Ärzte gaben ihr maximal drei Jahre. Wie redet man als Eltern über so etwas mit seinen Kindern? Michael und seine Frau haben sich für Offenheit entschieden. Lea ist heute, fast drei Jahrzehnte später, dankbar dafür.

    Ostern 1993: Das Zugunglück in Berlin-Wannsee Die Familie sitzt im Zug nach Frankfurt. Kurz hinter Wannsee prallt ihr Zug frontal auf einen entgegenkommenden. Drei Menschen sterben, viele werden verletzt, Michael erleidet selbst schwere Kopfverletzungen. Was kaum jemand weiß: Die Familie saß nicht in ihrem reservierten Abteil. Eine spontane, völlig unbedeutend scheinende Entscheidung. Im Nachhinein eine lebensrettende.

    Feuerwehr: Der Unterschied zwischen Wissen und Sehen Bis zu seinem 20. Lebensjahr war Michael aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr. Was er dort gesehen hat, hat sich tief eingegraben – besonders ein Einsatz nach einem schweren Verkehrsunfall, bei dem er eine vierköpfige Familie, darunter zwei Kinder, tot bergen musste. Es war sein letzter Einsatz.

    Als Leas Herz aufhörte zu schlagen Bei der Geburt ihrer Tochter hörte ihr Herz auf zu schlagen. Das OP-Team reagierte sofort. Was Lea kurz davor getan hatte: Sie hatte aufgeschrieben, was ihre Familie wissen sollte, wenn sie nicht mehr da wäre. Vorsorge – plötzlich kein trockenes Wort mehr, sondern ein Ausdruck der Liebe.

    Angst vor dem Tod – und was tröstet Lea und Michael sprechen offen darüber, was ihnen Angst macht und was nicht. Über den Unterschied zwischen Sterben und Tod. Über Glauben, Spiritualität und den „Sozialrebellen-Jesus“. Und darüber, was im Alltag wirklich hilft – für Michael zum Beispiel das abendliche Dankgebet für fünf kleine Dinge des Tages.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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    Unsere Bücher (beide im Herder Verlag)

    „Sterben ungeschminkt“

    „Mit der Trauer weiterleben“

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    Auftakt Staffel 3: Wir fangen ausnahmsweise mit uns an

    Bevor wir in dieser Staffel unsere Gäste vorstellen, sprechen wir miteinander. Über unsere eigene Geschichte mit dem Tod. Über Erfahrungen, die uns geprägt haben – manche davon tragen wir schon sehr lange mit uns.

    Das hat nichts damit zu tun, dass wir unsere Geschichte für wichtiger hielten als eure. Sondern damit, dass dieses Thema vor allem eines ist: sehr persönlich. Und wer andere einlädt, sich damit auseinanderzusetzen, sollte selbst bereit sein hinzusehen.

    Was ihr in dieser Folge hört

    Mamas Krebsdiagnose – und warum Offenheit das Richtige war Lea war sieben, als ihre Mutter – Michaels Frau – mit 37 Jahren eine schwere Krebsdiagnose bekam. Die Ärzte gaben ihr maximal drei Jahre. Wie redet man als Eltern über so etwas mit seinen Kindern? Michael und seine Frau haben sich für Offenheit entschieden. Lea ist heute, fast drei Jahrzehnte später, dankbar dafür.

    Ostern 1993: Das Zugunglück in Berlin-Wannsee Die Familie sitzt im Zug nach Frankfurt. Kurz hinter Wannsee prallt ihr Zug frontal auf einen entgegenkommenden. Drei Menschen sterben, viele werden verletzt, Michael erleidet selbst schwere Kopfverletzungen. Was kaum jemand weiß: Die Familie saß nicht in ihrem reservierten Abteil. Eine spontane, völlig unbedeutend scheinende Entscheidung. Im Nachhinein eine lebensrettende.

    Feuerwehr: Der Unterschied zwischen Wissen und Sehen Bis zu seinem 20. Lebensjahr war Michael aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr. Was er dort gesehen hat, hat sich tief eingegraben – besonders ein Einsatz nach einem schweren Verkehrsunfall, bei dem er eine vierköpfige Familie, darunter zwei Kinder, tot bergen musste. Es war sein letzter Einsatz.

    Als Leas Herz aufhörte zu schlagen Bei der Geburt ihrer Tochter hörte ihr Herz auf zu schlagen. Das OP-Team reagierte sofort. Was Lea kurz davor getan hatte: Sie hatte aufgeschrieben, was ihre Familie wissen sollte, wenn sie nicht mehr da wäre. Vorsorge – plötzlich kein trockenes Wort mehr, sondern ein Ausdruck der Liebe.

    Angst vor dem Tod – und was tröstet Lea und Michael sprechen offen darüber, was ihnen Angst macht und was nicht. Über den Unterschied zwischen Sterben und Tod. Über Glauben, Spiritualität und den „Sozialrebellen-Jesus“. Und darüber, was im Alltag wirklich hilft – für Michael zum Beispiel das abendliche Dankgebet für fünf kleine Dinge des Tages.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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    Bevor wir in dieser Staffel unsere Gäste vorstellen, sprechen wir miteinander. Über unsere eigene Geschichte mit dem Tod. Über Erfahrungen, die uns geprägt haben – manche davon tragen wir schon sehr lange mit uns.

    Das hat nichts damit zu tun, dass wir unsere Geschichte für wichtiger hielten als eure. Sondern damit, dass dieses Thema vor allem eines ist: sehr persönlich. Und wer andere einlädt, sich damit auseinanderzusetzen, sollte selbst bereit sein hinzusehen.

    Was ihr in dieser Folge hört

    Mamas Krebsdiagnose – und warum Offenheit das Richtige war Lea war sieben, als ihre Mutter – Michaels Frau – mit 37 Jahren eine schwere Krebsdiagnose bekam. Die Ärzte gaben ihr maximal drei Jahre. Wie redet man als Eltern über so etwas mit seinen Kindern? Michael und seine Frau haben sich für Offenheit entschieden. Lea ist heute, fast drei Jahrzehnte später, dankbar dafür.

    Ostern 1993: Das Zugunglück in Berlin-Wannsee Die Familie sitzt im Zug nach Frankfurt. Kurz hinter Wannsee prallt ihr Zug frontal auf einen entgegenkommenden. Drei Menschen sterben, viele werden verletzt, Michael erleidet selbst schwere Kopfverletzungen. Was kaum jemand weiß: Die Familie saß nicht in ihrem reservierten Abteil. Eine spontane, völlig unbedeutend scheinende Entscheidung. Im Nachhinein eine lebensrettende.

    Feuerwehr: Der Unterschied zwischen Wissen und Sehen Bis zu seinem 20. Lebensjahr war Michael aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr. Was er dort gesehen hat, hat sich tief eingegraben – besonders ein Einsatz nach einem schweren Verkehrsunfall, bei dem er eine vierköpfige Familie, darunter zwei Kinder, tot bergen musste. Es war sein letzter Einsatz.

    Als Leas Herz aufhörte zu schlagen Bei der Geburt ihrer Tochter hörte ihr Herz auf zu schlagen. Das OP-Team reagierte sofort. Was Lea kurz davor getan hatte: Sie hatte aufgeschrieben, was ihre Familie wissen sollte, wenn sie nicht mehr da wäre. Vorsorge – plötzlich kein trockenes Wort mehr, sondern ein Ausdruck der Liebe.

    Angst vor dem Tod – und was tröstet Lea und Michael sprechen offen darüber, was ihnen Angst macht und was nicht. Über den Unterschied zwischen Sterben und Tod. Über Glauben, Spiritualität und den „Sozialrebellen-Jesus“. Und darüber, was im Alltag wirklich hilft – für Michael zum Beispiel das abendliche Dankgebet für fünf kleine Dinge des Tages.

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