• Sterben & Trauern Podcast

    Mutmacher #6: Nimm deinen Liebsten die Last ab – mit Eric Wrede und Dr. Nele Stadtbäumer

    0:00 / 0:00 43,2 MB

    Eric Wrede hat ein bemerkenswertes Leben hinter sich. Er hat Germanistik und Geschichte studiert, war DJ in Berlin und Musikmanager bei einer großen Plattenfirma – Westernhagen, Selig und Polarkreis 18 gehörten zu seinen Künstlern. Dann hat er einen radikalen Schnitt gemacht und ist Bestatter geworden. Heute führt er in Berlin mit seinem Team das Bestattungshaus „lebensnah“ und begleitet Jahr für Jahr Hunderte Familien.

    Aus dieser Erfahrung heraus sagt Eric etwas, das den Blick auf die ganze Vorsorge verändert. Er sagt: Nimm mal die Überschrift „Tod“ weg. Reden wir stattdessen über Liebe, über Beziehung. Der Satz „Ich habe Angst, dass meine Oma stirbt“ müsse eigentlich heißen: Ich liebe meine Oma und möchte sie nicht verlieren. Und daraus wird bei ihm ein ganz einfacher, berührender Rat: Sag ihr lieber, dass du sie liebst.

    Für Eric ist Vorsorge im Kern kein Behördenthema und kein Aktenordner, sondern eine Frage der Beziehung. Es geht darum, den Menschen, die man liebt, die Last abzunehmen, bevor der Ernstfall kommt. Im Gespräch erzählt er, warum wir uns damit trotzdem so schwer tun, warum viele ein schlechtes Gewissen haben, überhaupt beim Bestatter anzurufen, und wie man ein solches Gespräch beginnt, ohne gleich mit dem Tod ins Haus zu fallen. Und er teilt eine überraschende Erkenntnis: dass Hinterbliebene sich später nie an den schönen Sarg erinnern, sondern an etwas ganz anderes.

    Ein Gespräch über die Liebe hinter der Vorsorge – und darüber, wie man den Menschen, die bleiben, eine Last von den Schultern nimmt.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

    Über „Sterben & Trauern“

    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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    Mutmacher #5: „Ermögliche Versöhnung“ – mit Chris Paul und Dr. Nele Stadtbäumer

    0:00 / 0:00 51,9 MB

    Chris Paul ist eine der Pionierinnen der Trauerbegleitung in Deutschland. Sie begleitet Trauernde, bildet Trauerbegleiterinnen aus und hat zahlreiche Bücher geschrieben. Doch sie kam nicht über die Theorie zu diesem Thema, sondern über einen eigenen, harten Verlust: 1985 nahm sich ihre damalige Partnerin das Leben. Chris war 22 – und jahrzehntelang lag über ihrer Trauer vor allem eines: die Schuld. Was habe ich falsch gemacht, wo habe ich versagt? Erst nach und nach, über eine Erzählung, erste Workshops und schließlich ein neues Studium, wurde daraus ihre Lebensaufgabe.

    Im Gespräch stellt Chris Paul einen verbreiteten Ratschlag auf den Kopf. Fast jeder Trauernde hört ihn irgendwann: Du musst jetzt loslassen. Chris Paul sagt: Nein! Wir müssen nicht loslassen – wir dürfen verbunden bleiben. Der Tod beendet die Beziehung nicht, er verwandelt sie. Sie erzählt von den Zeichen, die ihr ihre Verstorbenen schicken – ein Schmetterling, ein Rotkehlchen – und warum sich niemand für solche Momente schämen sollte.

    Für uns hat Versöhnung zwei Seiten, über die wir mit Chris gesprochen haben: die Versöhnung mit den Verstorbenen, also das Verbunden-Bleiben. Und die Versöhnung mit der eigenen Schuld – jenen quälenden Gedanken, man hätte etwas sehen oder verhindern müssen. Chris Paul weiß aus eigener Erfahrung, dass Schuldgefühle sogar einen Sinn haben können, und wie man dennoch Frieden schließt: mit den Toten und mit sich selbst.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“. Am Ende jeder Folge ordnet die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer den Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für den Alltag. Nele ist Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (EMF Verlag).

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    Ein Hinweis: In dieser Folge geht es auch um Suizid. Wenn dich das Thema belastet, wende dich an die Telefonseelsorge – rund um die Uhr, kostenlos und anonym: 0800 111 0 111.

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    Drei Wege, das Wichtige nicht aufzuschieben (#3): mit Katrin Seyfert und Dr. Nele Stadtbäumer

    0:00 / 0:00 35,1 MB

    Katrin Seyfert ist Journalistin und schreibt unter einem Pseudonym. Sechs Jahre lang hat sie ihren Mann Marc begleitet, der mit Anfang fünfzig die Diagnose Alzheimer bekam – ein Arzt, ein Vater von drei Kindern, mitten im Leben. Im September 2022 ist er gestorben. In ihrem Buch „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ erzählt sie von dieser Zeit: schonungslos offen, klar und mit einem Humor, der trägt.

    Mit der Diagnose zerbrach die Illusion, das Leben sei planbar. Katrin erzählt, wie es begann – mit Notizzetteln überall im Haus: „Fußballtraining 16 Uhr“, „Brot kaufen“ – bis zu dem Tag, an dem Marc ihren Geburtstag vergaß. Sie spricht über die prämortale Trauer, das Trauern um einen Menschen, der noch lebt. Über den Satz, der ihre Lage auf den Punkt bringt: Aus der Ehe auf Augenhöhe sei ein Versorgungsmodell geworden. Und über die überraschende Erkenntnis, dass die Diagnose für Marc auch eine Erleichterung war – weil er die Fassade nicht mehr halten musste.

    Was diese Folge besonders macht: Katrin überhöht den Mutmacher nicht. Sie widerspricht sogar dem verbreiteten Glauben, dass man nach so einer Erfahrung automatisch im Hier und Jetzt lebt und das Wichtige nie wieder aufschiebt. Und sie erzählt, dass Marc das wirklich Wichtige selbst geregelt hat – den Heimplatz, die Bankkarte –, sodass es keine großen Reiseträume brauchte, weil sie einander hatten. Ein Gespräch über den Verlust auf Raten, über gute Nachbarn und schräge Gesangsabende, über das Schnitzen ihres Mannes und den Familiensatz „Papa hätte es so gewollt“.

    Katrins Buch

    📖 Katrin Seyfert: „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ (DVA). Ein SPIEGEL-Bestseller – offen, klug und überraschend komisch.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir wieder das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

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  • 2 alte wei(s)e Männer Podcast

    Inklusion statt Exklusion: Wie der Aufbruch in eine gerechtere Gesellschaft gelingen kann!

    In der Auftakt-Folge von „2 alte wei(s)se Männer“ werfen wir unter anderem einen Blick auf das Thema „Frauen in Führungspositionen“. Wir diskutieren die Gründe für die geringe Präsenz von Frauen in der oberen Hierarchieebene und analysieren die Auswirkungen dieser Ungleichheit. Dabei reden wir sowohl über individuelle Ursachen als auch über strukturelle Hindernisse. Wir sagen, was getan werden kann, um mehr Frauen auf den Chefinnensessel zu bringen und eine gerechtere und vielfältigere Arbeitswelt zu schaffen. „

    „Zwei alte wei(s)se Männer“ – ein Podcast, der Erfahrung nicht langweilig erscheinen lässt!

Mutmacher #1: „Finde raus, was dir wichtig ist“ – mit Henning Scherf und Nele Stadtbäumer

0:00 / 0:00 49,9 MB

Henning Scherf, Jahrgang 1938, war von 1995 bis 2005 Bürgermeister von Bremen und über Jahrzehnte eine der markantesten Stimmen der deutschen Sozialdemokratie. Bekannt wurde er weit über die Politik hinaus: als jemand, der offen über das Alter und das Sterben spricht, der seit fast vierzig Jahren in einer Wohngemeinschaft lebt und in Büchern wie „Das letzte Tabu“ für einen ehrlichen Umgang mit dem Lebensende wirbt.

Was zählt am Ende eines langen Lebens? Henning Scherfist heute 87 Jahre alt. Im vergangenen Dezember ist Luise gestorben, seine Frau. Das Paar war über sechzig Jahre zusammen. Luise hat leidenschaftlich Klavier gespielt. An ihrem Flügel im Wohnzimmer haben wir mit Henning Scherf gesprochen.

Henning erzählt, wie ihn schon als Jugendlicher der Tod seiner Großmutter geprägt hat, die er im Arm hielt, als sie sagte: die schönste Zeit ihres Lebens sei mit den Kindern gewesen. Er erzählt, warum er sein Alter nicht dem Heim und der Anonymität überlassen wollte, sondern seit 1987 in einer Wohngemeinschaft lebt – lange bevor jemand das Wort Mehrgenerationen-WG kannte. Und er spricht darüber, was ihm heute nicht mehr wichtig ist: öffentlicher Erfolg, Resonanz, recht zu behalten. Ein Gespräch über die Liebe, das Loslassen und die Frage, was bleibt.

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Über „Sterben & Trauern“

„Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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Mutmacher #1: „Finde raus, was dir wichtig ist“ – zu Gast ist Henning Scherf

0:00 / 0:00 49,9 MB

Henning Scherf, Jahrgang 1938, war von 1995 bis 2005 Bürgermeister von Bremen und über Jahrzehnte eine der markantesten Stimmen der deutschen Sozialdemokratie. Bekannt wurde er weit über die Politik hinaus: als jemand, der offen über das Alter und das Sterben spricht, der seit fast vierzig Jahren in einer Wohngemeinschaft lebt und in Büchern wie „Das letzte Tabu“ für einen ehrlichen Umgang mit dem Lebensende wirbt.

Was zählt am Ende eines langen Lebens? Henning Scherfist heute 87 Jahre alt. Im vergangenen Dezember ist Luise gestorben, seine Frau. Das Paar war über sechzig Jahre zusammen. Luise hat leidenschaftlich Klavier gespielt. An ihrem Flügel im Wohnzimmer haben wir mit Henning Scherf gesprochen.

Henning erzählt, wie ihn schon als Jugendlicher der Tod seiner Großmutter geprägt hat, die er im Arm hielt, als sie sagte: die schönste Zeit ihres Lebens sei mit den Kindern gewesen. Er erzählt, warum er sein Alter nicht dem Heim und der Anonymität überlassen wollte, sondern seit 1987 in einer Wohngemeinschaft lebt – lange bevor jemand das Wort Mehrgenerationen-WG kannte. Und er spricht darüber, was ihm heute nicht mehr wichtig ist: öffentlicher Erfolg, Resonanz, recht zu behalten. Ein Gespräch über die Liebe, das Loslassen und die Frage, was bleibt.

Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

Am Ende jeder Folge holen wir künftig idas große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

Über „Sterben & Trauern“

„Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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Auftakt Staffel 3: Wir fangen ausnahmsweise mit uns an

0:00 / 0:00 35,0 MB

Bevor wir in dieser Staffel unsere Gäste vorstellen, sprechen wir miteinander. Über unsere eigene Geschichte mit dem Tod. Über Erfahrungen, die uns geprägt haben – manche davon tragen wir schon sehr lange mit uns.

Das hat nichts damit zu tun, dass wir unsere Geschichte für wichtiger hielten als eure. Sondern damit, dass dieses Thema vor allem eines ist: sehr persönlich. Und wer andere einlädt, sich damit auseinanderzusetzen, sollte selbst bereit sein hinzusehen.

Was ihr in dieser Folge hört

Mamas Krebsdiagnose – und warum Offenheit das Richtige war Lea war sieben, als ihre Mutter – Michaels Frau – mit 37 Jahren eine schwere Krebsdiagnose bekam. Die Ärzte gaben ihr maximal drei Jahre. Wie redet man als Eltern über so etwas mit seinen Kindern? Michael und seine Frau haben sich für Offenheit entschieden. Lea ist heute, fast drei Jahrzehnte später, dankbar dafür.

Ostern 1993: Das Zugunglück in Berlin-Wannsee Die Familie sitzt im Zug nach Frankfurt. Kurz hinter Wannsee prallt ihr Zug frontal auf einen entgegenkommenden. Drei Menschen sterben, viele werden verletzt, Michael erleidet selbst schwere Kopfverletzungen. Was kaum jemand weiß: Die Familie saß nicht in ihrem reservierten Abteil. Eine spontane, völlig unbedeutend scheinende Entscheidung. Im Nachhinein eine lebensrettende.

Feuerwehr: Der Unterschied zwischen Wissen und Sehen Bis zu seinem 20. Lebensjahr war Michael aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr. Was er dort gesehen hat, hat sich tief eingegraben – besonders ein Einsatz nach einem schweren Verkehrsunfall, bei dem er eine vierköpfige Familie, darunter zwei Kinder, tot bergen musste. Es war sein letzter Einsatz.

Als Leas Herz aufhörte zu schlagen Bei der Geburt ihrer Tochter hörte ihr Herz auf zu schlagen. Das OP-Team reagierte sofort. Was Lea kurz davor getan hatte: Sie hatte aufgeschrieben, was ihre Familie wissen sollte, wenn sie nicht mehr da wäre. Vorsorge – plötzlich kein trockenes Wort mehr, sondern ein Ausdruck der Liebe.

Angst vor dem Tod – und was tröstet Lea und Michael sprechen offen darüber, was ihnen Angst macht und was nicht. Über den Unterschied zwischen Sterben und Tod. Über Glauben, Spiritualität und den „Sozialrebellen-Jesus“. Und darüber, was im Alltag wirklich hilft – für Michael zum Beispiel das abendliche Dankgebet für fünf kleine Dinge des Tages.

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Staffel 3: Zugunglück und Herzstillstand – was uns prägte

0:00 / 0:00 34,4 MB

Bevor wir in dieser Staffel unsere Gäste vorstellen, sprechen wir miteinander. Über unsere eigene Geschichte mit dem Tod. Über Erfahrungen, die uns geprägt haben – manche davon tragen wir schon sehr lange mit uns.

Das hat nichts damit zu tun, dass wir unsere Geschichte für wichtiger hielten als eure. Sondern damit, dass dieses Thema vor allem eines ist: sehr persönlich. Und wer andere einlädt, sich damit auseinanderzusetzen, sollte selbst bereit sein hinzusehen.

Was ihr in dieser Folge hört

Mamas Krebsdiagnose – und warum Offenheit das Richtige war Lea war sieben, als ihre Mutter – Michaels Frau – mit 37 Jahren eine schwere Krebsdiagnose bekam. Die Ärzte gaben ihr maximal drei Jahre. Wie redet man als Eltern über so etwas mit seinen Kindern? Michael und seine Frau haben sich für Offenheit entschieden. Lea ist heute, fast drei Jahrzehnte später, dankbar dafür.

Ostern 1993: Das Zugunglück in Berlin-Wannsee Die Familie sitzt im Zug nach Frankfurt. Kurz hinter Wannsee prallt ihr Zug frontal auf einen entgegenkommenden. Drei Menschen sterben, viele werden verletzt, Michael erleidet selbst schwere Kopfverletzungen. Was kaum jemand weiß: Die Familie saß nicht in ihrem reservierten Abteil. Eine spontane, völlig unbedeutend scheinende Entscheidung. Im Nachhinein eine lebensrettende.

Feuerwehr: Der Unterschied zwischen Wissen und Sehen Bis zu seinem 20. Lebensjahr war Michael aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr. Was er dort gesehen hat, hat sich tief eingegraben – besonders ein Einsatz nach einem schweren Verkehrsunfall, bei dem er eine vierköpfige Familie, darunter zwei Kinder, tot bergen musste. Es war sein letzter Einsatz.

Als Leas Herz aufhörte zu schlagen Bei der Geburt ihrer Tochter hörte ihr Herz auf zu schlagen. Das OP-Team reagierte sofort. Was Lea kurz davor getan hatte: Sie hatte aufgeschrieben, was ihre Familie wissen sollte, wenn sie nicht mehr da wäre. Vorsorge – plötzlich kein trockenes Wort mehr, sondern ein Ausdruck der Liebe.

Angst vor dem Tod – und was tröstet Lea und Michael sprechen offen darüber, was ihnen Angst macht und was nicht. Über den Unterschied zwischen Sterben und Tod. Über Glauben, Spiritualität und den „Sozialrebellen-Jesus“. Und darüber, was im Alltag wirklich hilft – für Michael zum Beispiel das abendliche Dankgebet für fünf kleine Dinge des Tages.

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„Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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EXTRA (3): Was Hoffnung in der Trauer gibt

0:00 / 0:00 24,5 MB

Was gibt uns Halt, wenn die Welt stillsteht? Wo finden wir Hoffnung, wenn der Verlust überwältigt? In dieser EXTRA-Folge von „Sterben & Trauern – Leben mit dem Verlust“ sprechen Lea und Michael über das, was Menschen durch dunkle Zeiten trägt: Spiritualität, Philosophie – und die Kraft der eigenen Gedanken.

Sie erinnern sich an berührende Zitate ihrer Gäste, unter anderem von Michaela May, Wilhelm Schmid, Pater Anselm Grün, Bärbel Schäfer, Lars Amend, Beate Alefeld-Gerges, Anna Funck, Thomas Schaaf und Simone Rockenschaub – und reflektieren, was diese Perspektiven über Hoffnung in der Trauer verraten.

Themen dieser Folge:

·       Wie Spiritualität Trost spenden kann – ohne einfache Antworten zu geben

·       Warum Trauer Ausdruck von Liebe ist

·       Was Philosophie über „traurig sein“ statt „Trauer“ sagen kann

·       Welche kleinen Glücksmomente Hoffnung zurückbringen

·       Und wie jeder Mensch seinen eigenen Zugang zum Weiterleben finden darf

Zitate, die bleiben:

„Trauer ist die Liebe, die keine physische Gestalt mehr findet.“

„Es gibt kein richtig oder falsch in der Trauer – nur das, was für dich gerade stimmt.“

„Seelenfrieden – darum geht es für mich.“

Diese Folge ist eine Einladung zum Nachdenken, Mitfühlen – und vielleicht auch zum leisen Hoffen.

 

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Sterben ungeschminkt – unser Generationengespräch über Sterben und Trauern

Wir möchten euch auch unser Buch zur ersten Staffel von Sterben & Trauern ans Herz legen.

Darin führen wir offene und bewegende Gespräche mit dem Palliativpsychologen Prof. Ernst Engelke – über das, was Sterben und Trauern in unserer Gesellschaft eigentlich bedeuten.

Ein Buch voller Einblicke, Empathie und ehrlicher Auseinandersetzung – für alle, die begleiten, verstehen oder einfach genauer hinsehen wollen.

Verlag Herder

1. Auflage 2025

Gebunden

176 Seiten

EXTRA (2): Wenn der Tod plötzlich da ist – Trauer ohne Vorbereitung

0:00 / 0:00 21,8 MB

Shownote für die Extra-Folge 2: „Wenn der Tod plötzlich da ist – Trauer ohne Vorbereitung“

Was passiert, wenn der Tod wie ein Blitz einschlägt – unerwartet, unvorbereitet, mitten im Leben? In dieser Extra-Folge von „Sterben & Trauern – Leben mit dem Verlust“ sprechen Lea und Michael über den plötzlichen Verlust geliebter Menschen – und darüber, wie sich Trauer anfühlt, wenn sie keine Vorwarnung kennt.

Unsere Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner der zweiten Staffel erzählen von Schock, Sprachlosigkeit und der Suche nach Halt. Sie teilen berührende Momente, kleine Gesten und große Gedanken: Wie bewahrt man die Verbindung zu einem Verstorbenen, ohne selbst daran zu zerbrechen? Welche Rituale helfen? Und darf man in der Trauer auch lachen?

Eine Folge über das Unfassbare – und über die Kraft, weiterzuleben.

 

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Sterben ungeschminkt – unser Generationengespräch über Sterben und Trauern

Wir möchten euch auch unser Buch zur ersten Staffel von Sterben & Trauern ans Herz legen.

Darin führen wir offene und bewegende Gespräche mit dem Palliativpsychologen Prof. Ernst Engelke – über das, was Sterben und Trauern in unserer Gesellschaft eigentlich bedeuten.

Ein Buch voller Einblicke, Empathie und ehrlicher Auseinandersetzung – für alle, die begleiten, verstehen oder einfach genauer hinsehen wollen.

Verlag Herder

1. Auflage 2025

Gebunden

176 Seiten

EXTRA (1): Weil niemand für immer geht – eine Bilanz

0:00 / 0:00 23,4 MB

In dieser ersten EXTRA-Folge blicken Lea und Michael zurück auf 13 intensive Gespräche der zweiten Staffel von „Sterben & Trauern – Leben mit dem Verlust“. Was hat sie besonders bewegt? Welche Begegnungen sind ihnen nachgegangen – und warum?

Vom stillen Schmerz einer trauernden Mutter bis hin zum unerwarteten Humor in dunklen Stunden: Gemeinsam ziehen sie Bilanz, erzählen von ihren berührendsten Momenten, Einsichten und persönlichen Learnings aus der Staffel.

Dabei geht es nicht nur um die Geschichten der Gäste – sondern auch darum, was Zuhören in Bewegung setzen kann: in uns selbst, im Umgang mit anderen und in unserer Gesellschaft. Lea und Michael sprechen über den Wert von Offenheit, über Sprachlosigkeit in der Trauer und darüber, warum es immer noch Mut braucht, das Schweigen zu brechen.

Diese Folge ist eine Einladung zum Innehalten, Erinnern – und Weiterdenken.

 

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1. Auflage 2025

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Thomas Schaaf: Wenn der Tod alles verändert – und die Familie Halt gibt

0:00 / 0:00 44,1 MB

In dieser letzten Podcast-Folge unserer zweiten Staffel treffen wir Thomas Schaaf, eine echte Ikone des deutschen Fußballs – und zugleich einen Menschen, der mit bemerkenswerter Offenheit über Trauer, Verlust und Zusammenhalt spricht.

Geboren 1961 in Mannheim, kam Schaaf als Jugendlicher zu Werder Bremen – und blieb dem Verein mehr als 40 Jahre lang treu. Als Linksverteidiger spielte er zwischen 1978 und 1995 insgesamt 281 Bundesligaspiele und gewann mit Werder die Deutsche Meisterschaft (1988, 1993), den DFB-Pokal (1991, 1994) sowie den Europapokal der Pokalsieger (1992).

Direkt nach seiner aktiven Karriere wechselte er auf die Trainerbank. Von 1999 bis 2013 prägte er Werder Bremen wie kaum ein anderer: Unter seiner Führung gewann der Verein 2004 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal, holte weitere Pokalsiege (2009) und führte das Team regelmäßig in die Champions League. Später trainierte er auch Eintracht Frankfurt, Hannover 96 und den SV Werder in einer Übergangsphase. Bis heute ist er als Berater und Experte im Fußballgeschäft tätig.

Doch hinter dem erfolgreichen Spieler und Trainer steht ein Mensch, dessen Leben auch von schweren Schicksalsschlägen geprägt wurde. Genau darüber spricht er mit uns.

Was dich in dieser Folge erwartet:

  • Verluste und Verantwortung: Der Tod des Vaters 1988 – mitten in seiner Spielerkarriere – und wie Thomas mit 27 Jahren plötzlich Verantwortung für seine Mutter und Familie übernahm.

  • Der große Schock 2003: Der plötzliche Tod seines Bruders sowie weiterer enger Weggefährten – und warum er sagt: „Das hat mir komplett die Beine weggehauen.“

  • Trauer in der Familie leben: Warum Offenheit, gemeinsames Weinen und Lachen für ihn und seine Frau der wichtigste Rettungsanker waren – und wie sie ihrer Tochter halfen, den Verlust zu verarbeiten.

  • Profifußball und Emotionen: Wie Thomas als Trainer versuchte, den vermeintlich „harten Männerfußball“ menschlicher zu machen – mit offenen Türen für Spieler, die mit Trauer oder persönlichen Krisen zu kämpfen hatten.

Thomas Schaaf ist nicht nur ein Fußballlehrer mit Erfolgen und Titeln, sondern auch ein Mensch, der gelernt hat, mit Verlusten umzugehen – und der daraus eine Haltung entwickelt hat, die weit über den Sport hinausweist.

 

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176 Seiten

Anna Funck – Das Glühbirnen-Signal der verstorbenen Mutter

0:00 / 0:00 31,3 MB

Wie lebt man mit dem Verlust der eigenen Mutter weiter – und findet dabei sogar Trost, Leichtigkeit und ein Stück Humor?

Die Journalistin und Bestsellerautorin Anna Funck erzählt uns in dieser Folge von ihrer ganz persönlichen Trauerreise.

Nach dem Tod ihrer Mutter begann für sie nicht nur eine tiefe Trauer, sondern auch eine intensive Suche nach Antworten. Überraschende Zeichen – wie kaputte Glühbirnen – deutete sie als Botschaften ihrer Mutter. Was für andere vielleicht verrückt klingt, war für Anna tröstlich und half sogar ihren Kindern, mit dem Tod der Oma umzugehen.

Wir sprechen mit ihr darüber,

  • wie sich das Leben und die eigene Rolle verändern, wenn die Mutter stirbt,

  • warum sie das Gefühl hatte, erst durch diesen Verlust endgültig erwachsen geworden zu sein,

  • weshalb ein „Trauer-Buddy“ so wichtig ist,

  • welche Kraft im Schreiben, im Reden und im Bewegen liegt,

  • und warum Humor in der Trauer oft ein unerwarteter, aber heilsamer Begleiter sein kann.

Besonders berührend ist, wie Anna beschreibt, dass ihre Tochter sie mit einer einfachen, kindlich-philosophischen Sicht getröstet hat: „Wir sehen die Omi mit unserem Herzen.“

Diese Folge macht Mut, Trauer aktiv zu gestalten – so wie Anna sagt: „Wir gestalten das Leben, also sollten wir auch die Trauer gestalten.“

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Sterben ungeschminkt – unser Generationengespräch über Sterben und Trauern

Wir möchten euch auch unser Buch zur ersten Staffel von Sterben & Trauern ans Herz legen.

Darin führen wir offene und bewegende Gespräche mit dem Palliativpsychologen Prof. Ernst Engelke – über das, was Sterben und Trauern in unserer Gesellschaft eigentlich bedeuten.

Ein Buch voller Einblicke, Empathie und ehrlicher Auseinandersetzung – für alle, die begleiten, verstehen oder einfach genauer hinsehen wollen.

Verlag Herder

1. Auflage 2025

Gebunden

176 Seiten

Wilhelm Schmid: Warum die Liebe stärker ist als der Tod

0:00 / 0:00 44,8 MB

In dieser Folge sprechen Lea und Michael Reinhard mit dem Philosophen und Bestseller-Autor Wilhelm Schmid, der den Tod seiner Frau nicht nur als persönlichen Schicksalsschlag erlebt hat, sondern auch als existenzielle und philosophische Herausforderung.

Schmid erzählt von den letzten gemeinsamen Jahren, von Ritualen an Heiligabend, von Gesprächen über die Endlichkeit – und von der Überzeugung, dass Liebe den Tod überdauert. Sehr persönlich, zugleich tiefgründig philosophisch, gewährt er Einblicke in seine Gedankenwelt, die geprägt ist von antiken Lehren, moderner Wissenschaft und ganz individuellen Erfahrungen.

Gemeinsam beleuchten wir:

  • warum Schmid den Gedanken „Man muss loslassen“ für nicht hilfreich hält,

  • welche Rolle Trost in der Trauer spielt – von einfachen Gesten bis zu philosophischen Überlegungen,

  • weshalb er sagt: „Die Energie, die das Leben und die Liebe schafft, verschwindet nicht, sie wandelt sich nur“,

  • und wie ihn die antiken Philosophien der Stoiker, Epikureer und Platoniker bis heute begleiten.

Es ist ein Gespräch über Liebe, Verlust, Rituale, Trost und die große Frage, was nach dem Tod bleibt – mit einem Denker, der das Philosophische und das ganz Persönliche miteinander verbindet.

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Darin führen wir offene und bewegende Gespräche mit dem Palliativpsychologen Prof. Ernst Engelke – über das, was Sterben und Trauern in unserer Gesellschaft eigentlich bedeuten.

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