• Sterben & Trauern Podcast

    Mutmacher #6: Nimm deinen Liebsten die Last ab – mit Eric Wrede und Dr. Nele Stadtbäumer

    0:00 / 0:00 43,2 MB

    Eric Wrede hat ein bemerkenswertes Leben hinter sich. Er hat Germanistik und Geschichte studiert, war DJ in Berlin und Musikmanager bei einer großen Plattenfirma – Westernhagen, Selig und Polarkreis 18 gehörten zu seinen Künstlern. Dann hat er einen radikalen Schnitt gemacht und ist Bestatter geworden. Heute führt er in Berlin mit seinem Team das Bestattungshaus „lebensnah“ und begleitet Jahr für Jahr Hunderte Familien.

    Aus dieser Erfahrung heraus sagt Eric etwas, das den Blick auf die ganze Vorsorge verändert. Er sagt: Nimm mal die Überschrift „Tod“ weg. Reden wir stattdessen über Liebe, über Beziehung. Der Satz „Ich habe Angst, dass meine Oma stirbt“ müsse eigentlich heißen: Ich liebe meine Oma und möchte sie nicht verlieren. Und daraus wird bei ihm ein ganz einfacher, berührender Rat: Sag ihr lieber, dass du sie liebst.

    Für Eric ist Vorsorge im Kern kein Behördenthema und kein Aktenordner, sondern eine Frage der Beziehung. Es geht darum, den Menschen, die man liebt, die Last abzunehmen, bevor der Ernstfall kommt. Im Gespräch erzählt er, warum wir uns damit trotzdem so schwer tun, warum viele ein schlechtes Gewissen haben, überhaupt beim Bestatter anzurufen, und wie man ein solches Gespräch beginnt, ohne gleich mit dem Tod ins Haus zu fallen. Und er teilt eine überraschende Erkenntnis: dass Hinterbliebene sich später nie an den schönen Sarg erinnern, sondern an etwas ganz anderes.

    Ein Gespräch über die Liebe hinter der Vorsorge – und darüber, wie man den Menschen, die bleiben, eine Last von den Schultern nimmt.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

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    „Sterben & Trauern“ ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne Floskeln.

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    Mutmacher #5: „Ermögliche Versöhnung“ – mit Chris Paul und Dr. Nele Stadtbäumer

    0:00 / 0:00 51,9 MB

    Chris Paul ist eine der Pionierinnen der Trauerbegleitung in Deutschland. Sie begleitet Trauernde, bildet Trauerbegleiterinnen aus und hat zahlreiche Bücher geschrieben. Doch sie kam nicht über die Theorie zu diesem Thema, sondern über einen eigenen, harten Verlust: 1985 nahm sich ihre damalige Partnerin das Leben. Chris war 22 – und jahrzehntelang lag über ihrer Trauer vor allem eines: die Schuld. Was habe ich falsch gemacht, wo habe ich versagt? Erst nach und nach, über eine Erzählung, erste Workshops und schließlich ein neues Studium, wurde daraus ihre Lebensaufgabe.

    Im Gespräch stellt Chris Paul einen verbreiteten Ratschlag auf den Kopf. Fast jeder Trauernde hört ihn irgendwann: Du musst jetzt loslassen. Chris Paul sagt: Nein! Wir müssen nicht loslassen – wir dürfen verbunden bleiben. Der Tod beendet die Beziehung nicht, er verwandelt sie. Sie erzählt von den Zeichen, die ihr ihre Verstorbenen schicken – ein Schmetterling, ein Rotkehlchen – und warum sich niemand für solche Momente schämen sollte.

    Für uns hat Versöhnung zwei Seiten, über die wir mit Chris gesprochen haben: die Versöhnung mit den Verstorbenen, also das Verbunden-Bleiben. Und die Versöhnung mit der eigenen Schuld – jenen quälenden Gedanken, man hätte etwas sehen oder verhindern müssen. Chris Paul weiß aus eigener Erfahrung, dass Schuldgefühle sogar einen Sinn haben können, und wie man dennoch Frieden schließt: mit den Toten und mit sich selbst.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“. Am Ende jeder Folge ordnet die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer den Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für den Alltag. Nele ist Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (EMF Verlag).

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    Ein Hinweis: In dieser Folge geht es auch um Suizid. Wenn dich das Thema belastet, wende dich an die Telefonseelsorge – rund um die Uhr, kostenlos und anonym: 0800 111 0 111.

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    Drei Wege, das Wichtige nicht aufzuschieben (#3): mit Katrin Seyfert und Dr. Nele Stadtbäumer

    0:00 / 0:00 35,1 MB

    Katrin Seyfert ist Journalistin und schreibt unter einem Pseudonym. Sechs Jahre lang hat sie ihren Mann Marc begleitet, der mit Anfang fünfzig die Diagnose Alzheimer bekam – ein Arzt, ein Vater von drei Kindern, mitten im Leben. Im September 2022 ist er gestorben. In ihrem Buch „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ erzählt sie von dieser Zeit: schonungslos offen, klar und mit einem Humor, der trägt.

    Mit der Diagnose zerbrach die Illusion, das Leben sei planbar. Katrin erzählt, wie es begann – mit Notizzetteln überall im Haus: „Fußballtraining 16 Uhr“, „Brot kaufen“ – bis zu dem Tag, an dem Marc ihren Geburtstag vergaß. Sie spricht über die prämortale Trauer, das Trauern um einen Menschen, der noch lebt. Über den Satz, der ihre Lage auf den Punkt bringt: Aus der Ehe auf Augenhöhe sei ein Versorgungsmodell geworden. Und über die überraschende Erkenntnis, dass die Diagnose für Marc auch eine Erleichterung war – weil er die Fassade nicht mehr halten musste.

    Was diese Folge besonders macht: Katrin überhöht den Mutmacher nicht. Sie widerspricht sogar dem verbreiteten Glauben, dass man nach so einer Erfahrung automatisch im Hier und Jetzt lebt und das Wichtige nie wieder aufschiebt. Und sie erzählt, dass Marc das wirklich Wichtige selbst geregelt hat – den Heimplatz, die Bankkarte –, sodass es keine großen Reiseträume brauchte, weil sie einander hatten. Ein Gespräch über den Verlust auf Raten, über gute Nachbarn und schräge Gesangsabende, über das Schnitzen ihres Mannes und den Familiensatz „Papa hätte es so gewollt“.

    Katrins Buch

    📖 Katrin Seyfert: „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich“ (DVA). Ein SPIEGEL-Bestseller – offen, klug und überraschend komisch.

    Neu in dieser Staffel: „Mutmacher konkret“

    Am Ende jeder Folge holen wir wieder das große Thema herunter in den Alltag. Die Psychologin Dr. Nele Stadtbäumer ordnet den jeweiligen Mutmacher-Impuls ein und gibt konkrete Tipps für dein eigenes Leben – klar, warm und praktisch. Nele ist promovierte Psychologin, Trauerbegleiterin und Gründerin von grievy, einem digitalen Begleiter für Trauernde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters hat sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen zusammengebracht. Am 7. Oktober erscheint ihr Buch „Shades of Grief“ (Edition Michael Fischer / EMF Verlag), in dem sie den vielen Facetten der Trauer nachgeht – einfühlsam und fern von richtig oder falsch.

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  • 2 alte wei(s)e Männer Podcast

    Inklusion statt Exklusion: Wie der Aufbruch in eine gerechtere Gesellschaft gelingen kann!

    In der Auftakt-Folge von „2 alte wei(s)se Männer“ werfen wir unter anderem einen Blick auf das Thema „Frauen in Führungspositionen“. Wir diskutieren die Gründe für die geringe Präsenz von Frauen in der oberen Hierarchieebene und analysieren die Auswirkungen dieser Ungleichheit. Dabei reden wir sowohl über individuelle Ursachen als auch über strukturelle Hindernisse. Wir sagen, was getan werden kann, um mehr Frauen auf den Chefinnensessel zu bringen und eine gerechtere und vielfältigere Arbeitswelt zu schaffen. „

    „Zwei alte wei(s)se Männer“ – ein Podcast, der Erfahrung nicht langweilig erscheinen lässt!

Carl Achleitner – Ein Leben zwischen Bühne und Beisetzung

0:00 / 0:00 38,8 MB

Carl Achleitner ist Schauspieler – und zugleich einer der bekanntesten Trauerredner Österreichs. Seit über 14 Jahren steht er an einer besonderen Schwelle: zwischen Leben und Tod, zwischen Erinnerung und Neubeginn. Rund 4.000 Trauerreden hat er bereits gehalten – und dabei Familien in den wohl schwersten Momenten ihres Lebens begleitet.

Im Gespräch mit Lea und Michael Reinhard erzählt er:

wie ihn der Weg vom Theater zum Friedhof führte – und warum er dort seine eigentliche Berufung fand,

weshalb die tägliche Auseinandersetzung mit dem Tod sein eigenes Leben leichter und bewusster gemacht hat,

warum Humor für ihn eine Form der Liebe ist und wie er Trauerfeiern mit einem Lächeln bereichern kann,

wie er selbst Vergebung gegenüber seinem verstorbenen Vater gefunden hat,

und weshalb er überzeugt ist: Kein Mensch ist jemals ganz weg, solange wir uns an ihn erinnern.

Eine Folge, die zeigt: Trauer ist nicht nur Schmerz, sondern auch Erinnerung, Verbindung und manchmal sogar Lachen.

Zentrale Botschaften von Carl Achleitner:

„Je mehr ich mich täglich mit der Endlichkeit beschäftige, desto leichter fällt mir das Leben.“

„Humor ist eine Form der Liebe.“

„Auch posthum ist Verzeihen möglich.“

„Kein Mensch ist je ganz weg, solange wir uns an ihn erinnern.“

In dieser Episode geht es um Vergänglichkeit, Liebe, Vergebung – und um die Kunst, den Tod nicht als Gegensatz, sondern als Teil des Lebens zu begreifen.

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Sterben ungeschminkt – unser Generationengespräch über Sterben und Trauern

Wir möchten euch auch unser Buch zur ersten Staffel von Sterben & Trauern ans Herz legen.

Darin führen wir offene und bewegende Gespräche mit dem Palliativpsychologen Prof. Ernst Engelke – über das, was Sterben und Trauern in unserer Gesellschaft eigentlich bedeuten.

Ein Buch voller Einblicke, Empathie und ehrlicher Auseinandersetzung – für alle, die begleiten, verstehen oder einfach genauer hinsehen wollen.

Verlag Herder

1. Auflage 2025

Gebunden

176 Seiten

Beate Alefeld-Gerges: Ein Zuhause für Kinder, die das Unfassbare erleben mussten

0:00 / 0:00 36,8 MB

Beate Alefeld-Gerges: Ein Zuhause für Kinder, die das Unfassbare erleben mussten

Beate Alefeld-Gerges hat selbst das Unvorstellbare erlebt: Der Mord an ihrer Zwillingsschwester hat ihr Leben zutiefst erschüttert. Aus diesem Schmerz heraus entwickelte sie jedoch eine Lebensaufgabe: 1999 gründete sie Trauerland in Bremen – das erste Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche in Deutschland.

In dieser Folge sprechen wir mit ihr darüber, wie aus einem persönlichen Schicksal ein bundesweit anerkanntes Modellprojekt wurde. Beate erzählt, warum Kinder in „Trauerpfützen“ trauern, weshalb Familien oft nicht gemeinsam trauern können und wie wichtig es ist, Kindern Raum für alle Gefühle zu geben – auch für Wut.

Wir erfahren, wie bei Trauerland spielerisch, kreativ und systemisch gearbeitet wird, warum klare Worte im Umgang mit dem Tod so entscheidend sind und welche Rolle Rituale dabei spielen. Beate berichtet außerdem, welche gesellschaftlichen Fortschritte sie seit der Gründung von Trauerland erlebt hat – und wo wir noch mutiger werden müssen.

✨ Themen der Folge:

·       Wie Beates persönliches Schicksal zur Gründung von Trauerland führte

·       Kinder und ihre besondere Art zu trauern – die „Trauerpfützen“

·       Wut als Teil der Trauer: Warum Kinder dafür Räume brauchen

·       Offenheit, Rituale und Sprache im Umgang mit trauernden Kindern

·       Was Erwachsene von Kindern lernen können

·       Wie Trauerland systemisch arbeitet und Familien stärkt

·        

Eine bewegende Folge über den Mut, aus Schmerz Sinn zu schöpfen – und über die Kraft, die entsteht, wenn Kinder in ihrer Trauer ernst genommen werden.

 

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Sterben ungeschminkt – unser Generationengespräch über Sterben und Trauern

Wir möchten euch auch unser Buch zur ersten Staffel von Sterben & Trauern ans Herz legen.

Darin führen wir offene und bewegende Gespräche mit dem Palliativpsychologen Prof. Ernst Engelke – über das, was Sterben und Trauern in unserer Gesellschaft eigentlich bedeuten.

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1. Auflage 2025

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Anselm Grün: Wie Trauer heilen und Hoffnung wachsen kann

0:00 / 0:00 36,1 MB

In dieser Folge sprechen Lea und Michael Reinhard mit Pater Anselm Grün, Benediktinermönch, Bestsellerautor und Seelsorger, der seit Jahrzehnten Menschen in Krisen und Trauersituationen begleitet.

Das Gespräch kreist um die Frage: Wie kann Trauer heilen – und woher wächst Hoffnung?

Pater Anselm teilt persönliche Erinnerungen an den Tod seines Vaters, seine Erfahrungen in der Seelsorge und die Kraft, die in Ritualen, Gemeinschaft und Glauben steckt.

Wir sprechen über:

den besonderen Schmerz verwaister Eltern („Tod zur Unzeit“),

den Umgang mit Schuldgefühlen und der Frage nach dem „Warum“,

das Aushalten von Sprachlosigkeit und Anklage,

die Bedeutung von Ritualen, Zeichen und inneren Begegnungen,

die Rolle von Glauben, Gemeinschaft und Hoffnung in der Trauer.

Besonders eindrücklich sind Pater Anselms Beispiele aus seiner Begleitung von Trauernden: von Eltern, die ihrem Kind posthum eine Stimme geben, bis zu Ritualen, die Halt schenken und Trauer in Dankbarkeit verwandeln können.

Diese Folge macht Mut: Trauer darf Zeit haben – und sie kann sich verwandeln.

Ein Podcastgespräch über die Freiheit, dem Tod eine Bedeutung zu geben, über die bleibende Verbindung zu Verstorbenen – und über Hoffnung, die trägt.

 

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Martin Rassau: Der Tod ist kein Spaß – trotzdem hilft Humor

0:00 / 0:00 45,5 MB

In dieser Folge unseres Podcasts Sterben & Trauern sprechen wir mit Martin Rassau – Kabarettist, Schauspieler, Theaterleiter und seit Jahrzehnten eine feste Größe in der fränkischen Kulturszene. Bekannt wurde er als Teil des Duos Heißmann & Rassau, das unzähligen Menschen mit scharfsinnigem Humor und liebevollem Blick auf das Alltägliche ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

Doch in unserem Gespräch lernen wir auch die private Seite von Martin kennen: Er spricht offen über Verluste, die ihn geprägt haben, und darüber, wie er es schafft, inmitten von Trauer auch Momente des Lachens zuzulassen. Dabei macht er deutlich: Humor in der Trauer ist keine Flucht vor dem Schmerz – er ist eine Möglichkeit, ihn für einen Augenblick zu erleichtern.

Martin erzählt von Situationen, in denen komische Momente bei Beerdigungen für alle Beteiligten zu einem warmen, entlastenden Lachen führten – ohne den Respekt vor dem Verstorbenen zu verlieren. Wir sprechen darüber, wie Humor helfen kann, Erinnerungen lebendig zu halten und gleichzeitig eine Brücke zurück ins Leben zu bauen.

In dieser Folge erfährst du:

Warum Lachen und Weinen oft näher beieinander liegen, als wir denken

Wie Martin Rassau persönliche Trauer erlebt und verarbeitet hat

Warum komische Momente bei Beerdigungen nicht pietätlos, sondern zutiefst menschlich sein können

Welche Rolle Humor spielt, um Erinnerungen liebevoll zu bewahren

Wie wir es schaffen können, inmitten des Schmerzes auch Leichtigkeit zuzulassen

Ein intensives, berührendes und gleichzeitig leichtes Gespräch über Verluste, das Leben nach dem Abschied – und die Kraft, die im Lachen liegt.

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Simone Rockenschaub: Als der kleine Alexander nicht mehr aufwachte

0:00 / 0:00 40,7 MB

Was geschieht, wenn das Unvorstellbare eintritt – wenn das eigene Kind ohne Vorwarnung stirbt? In dieser bewegenden Podcastfolge spricht Simone Rockenschaub über den Tod ihres dreijährigen Sohnes Alexander, der sie im August 2019 über Nacht aus ihrem bisherigen Leben riss. Ein Moment, der alles veränderte. Ein Schock, aus dem sich ein langer, schmerzhafter und zugleich transformierender Trauerweg entwickelte.

Simone teilt mit großer Offenheit, wie sie die ersten Stunden, Tage und Monate nach dem Verlust erlebte – zwischen Schockstarre, Kontrollverlust, körperlichem Zusammenbruch und dem Gefühl, nicht überleben zu können. Sie erzählt von der Ohnmacht, von Wut auf das Leben, vom Scheitern ihrer Beziehung – aber auch von dem, was ihr half: Rituale, kleine Schritte, ein Hund, ein Kaffee am Morgen, erste zarte Impulse von Lebensenergie.

In diesem Gespräch geht es nicht nur um Trauer, sondern auch um Resilienz, Selbstmitgefühl und das Ringen um neuen Sinn. Simone spricht über ihren Weg in die Öffentlichkeit, über das Tabu rund um trauernde Eltern, über das, was Freunde oft falsch machen – und was wirklich hilft. Sie berichtet von ihrem Engagement als Trauerbegleiterin und von dem Mut, sich auch spirituellen Fragen zu öffnen. Heute begleitet sie andere Betroffene – ehrlich, nahbar und klar.

Themen dieser Folge u. a.:

Der Moment des Verlusts: als Alexander nicht mehr aufwachte.

Wie der Körper und die Psyche auf extremen Schock reagieren.

Warum viele Partnerschaften am Tod eines Kindes zerbrechen.

Gesellschaftliche Sprachlosigkeit gegenüber Trauernden.

Was Simone half, nicht unterzugehen – und was nicht.

Der Wunsch, dass Alexander nicht vergessen wird.

Wie sie lernte, wieder glücklich zu sein – auf andere Weise.

Der Weg zur Trauerbegleitung und ihre Sicht auf Jenseitskontakte.

Diese Folge ist ein ehrliches, aufwühlendes und zugleich hoffnungsvolles Gespräch. Für alle, die selbst trauern. Für jene, die Trauernde begleiten. Und für jeden Menschen, der sich fragt: Wie lebt man weiter, wenn das Schlimmste passiert ist?

Jetzt reinhören, teilen & weiterempfehlen.

 

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Lorenz Widmaier: Was WhatsApp nach dem Tod vom Leben erzählt

0:00 / 0:00 35,4 MB

In dieser Folge sprechen wir mit dem Soziologen Lorenz Widmaier über ein Thema, das uns alle betrifft – früher oder später: den digitalen Nachlass. Was passiert mit unseren Daten, Chats, Fotos und Online-Profilen, wenn wir sterben? Und wie verändern digitale Medien die Art, wie wir trauern, erinnern – und gedenken?

Lorenz forscht europaweit zum digitalen Erbe und zeigt eindrücklich, wie sehr WhatsApp-Verläufe, Sprachnachrichten oder Facebook-Profile zu modernen Erinnerungsorten geworden sind. Gemeinsam mit Lea und Michael diskutiert er:

Was alles zum digitalen Nachlass gehört – und warum er so schwer zu fassen ist

Warum manche digitale Daten trösten – und andere belasten können

Wie Social Media zur virtuellen Gedenkstätte wird

Welche Rolle KI, Griefbots und digitale Friedhöfe spielen könnten

Was Angehörige beachten sollten, um digitale Erinnerungen zu bewahren

Warum ein „zweiter Verlust“ droht, wenn Daten verschwinden

Wie ein Vater Trost in der Spotify-Playlist seines verstorbenen Sohnes fand

Weshalb klare Vorsorge so wichtig ist – auch digital

Lorenz erzählt von seiner Forschung, bewegenden Interviews mit Hinterbliebenen und überraschenden Erkenntnissen über moderne Trauerprozesse. Er spricht offen über ethische Fragen, gesellschaftliche Trends und die Chancen wie auch Risiken digitaler Gedenkkultur.

🗝️ Takeaways:

·Trauer ist heute auch digital – und das ist völlig okay

·Digitale Erinnerungen können Nähe schaffen, auch über den Tod hinaus

Ein klar geregelter digitaler Nachlass hilft Hinterbliebenen enorm

Trauer braucht neue Räume – analog wie digital

🎙️ Jetzt reinhören – und vielleicht danach mit der Familie über Passwörter, Profile und Erinnerungen sprechen.

Eine Checkliste digitales Erbe und weitere Infos zum Thema findet ihr hier: https://www.memoryanddeath.com/publikationen/?lang=de

 

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Lars Amend: Der schwierige Abschied von seiner Mutter

0:00 / 0:00 43,9 MB

In dieser Folge unserer zweiten Staffel von „Sterben & Trauern – Leben mit dem Verlust“ sprechen wir mit dem Bestsellerautor, Speaker und Livecoach Lars Amend. Er ist durch Bücher wie „Dieses bescheuerte Herz“ oder „Why not?“ bekannt geworden – und hat Millionen inspiriert. Auch sein gerade erschienenes Buch Coming Home hat es in kürzester Zeit in die Top 10 sowohl der SPIEGEL- als auch die österreichische Bestsellerliste geschafft. 

Es geht darin um ein sehr persönliches Kapitel in seinem Leben: den Tod seiner Mutter. Lars erzählt und von einer Beziehung, die immer auch ambivalent war – von Nähe, aber auch von Enttäuschung, von offener Wut und tiefer Dankbarkeit. Als seine Mutter stirbt, bleiben viele Fragen unbeantwortet, weil sie Antworten verweigerte. Und doch gelingt es Lars, seinen eigenen Weg zu finden – ohne Schuldzuweisung, ohne Verbitterung. Stattdessen spricht er über die Kraft, sich mit der Vergangenheit zu versöhnen, und warum er heute vieles anders sieht.

Wir sprechen mit ihm unter anderem über die Leerstelle, die der Tod hinterlassen hat – und wie er sie gefüllt hat; den Umgang mit schwierigen Beziehungen in der Trauer; das, was bleibt – auch über den Tod hinaus und die Frage: Wie können wir aus einem Verlust ein neues, vielleicht sogar erfüllteres Leben entwickeln?

Lars macht Mut –allen, die gerade einen geliebten Menschen verloren haben oder sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzen wollen.

Coming Home – sein aktuelles Buch

Lars Amend – das ist der charismatische Autor, der einst inmitten von Stars und Scheinwerfern lebte. In seinen Zwanzigern führte er ein Leben zwischen Tourbus und Backstage, begleitet von Ruhm, Musik und einem Hauch von Rebellion. Doch irgendwann kam die Wende: Statt Jetset und Dauerfeuer entschied er sich für Familie, Ruhe und Tiefe – für ein Leben mit echtem Boden unter den Füßen.

Dann kam der Einschnitt: der Tod seiner Mutter. Ein Moment, der alles veränderte. Inmitten von Trauer und Fragen begann Lars, sein Leben neu zu betrachten. Was ist wirklich wichtig? Was bleibt, wenn das Gewohnte wegbricht?

Coming Home ist mehr als ein Buch – es ist ein Wegweiser. Eine Einladung, innezuhalten. Die eigene Geschichte anzunehmen. Und weiterzugehen – auch dann, wenn alles infrage steht.

Verlag: Knaur Balance

ISBN: 978-3-426-56204-8

256 Seiten

 

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1. Auflage 2025

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Kathrin Kampmann: Wenn der Partner plötzlich stirbt

0:00 / 0:00 36,0 MB

Kathrin Kampmann: Wenn der Partner plötzlich stirbt

Kathrin Kampmann ist Journalistin, TV-Moderatorin, zweifache Mutter – und seit dem plötzlichen Tod ihres Mannes jung verwitwet. Ihr Partner bricht beim Joggen zusammen, erleidet eine Hirnblutung und stirbt wenige Tage später auf der Intensivstation. Zurück bleibt sie – mitten im Alltag, mit zwei kleinen Kindern, einer zerbrochenen Zukunft und der Herausforderung, das eigene Leben neu zusammensetzen zu müssen.

In diesem Gespräch spricht Kathrin mit beeindruckender Offenheit über die ersten Stunden und Tage nach dem Verlust, über Hoffnung, Ohnmacht und den Moment, in dem der Tod unausweichlich wird. Sie erzählt, wie es sich anfühlt, plötzlich alleinerziehend zu sein, welche Rolle familiärer Rückhalt spielte – und warum sie heute so dankbar dafür ist, dass sie und ihr Mann zu Lebzeiten über den Tod gesprochen haben.

Kathrin gibt Einblicke in ihren Umgang mit der eigenen Trauer, aber auch mit der ihrer Kinder: Wie erklärt man kleinen Menschen, dass Papa nie wiederkommt? Wie schafft man Erinnerungen, wenn die gemeinsame Zukunft fehlt? Und wie verändert sich Trauer über die Zeit?

Sie berichtet über Rituale, die Halt geben, über gesellschaftliche Erwartungen und über die Erfahrung, wie wohltuend es ist, ehrlich sagen zu dürfen: „Ich brauche Hilfe.“ Und sie teilt, warum sie sich entschieden hat, über ihren Verlust öffentlich zu sprechen – damit andere sich weniger allein fühlen.

Ein bewegendes Gespräch über Liebe, Verlust, Verantwortung und Resilienz. Über das Weitergehen, obwohl es unmöglich scheint – und über das leise, aber kraftvolle Wachsen an einem Bruch, der nie ganz heilt.

 

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1. Auflage 2025

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176 Seiten

 

Bärbel Schäfer: Warum auch Wut zur Trauer gehört

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In der zweiten Folge unserer zweiten Staffel von „Sterben & Trauern – Leben mit dem Verlust“ sprechen wir mit der bekannten Journalistin, Moderatorin und Autorin Bärbel Schäfer. Sie hat zwei prägende Verluste erlebt: den plötzlichen Unfalltod ihres Lebensgefährten Kai – und Jahre später den Tod ihres Bruders Martin, mit dem sie eng verbunden war. Beide Schicksalsschläge haben ihr Leben tief erschüttert. Doch statt zu schweigen, hat sie Worte gefunden – für Schmerz, Wut, Erinnerungen und den Weg zurück ins Leben. Im Gespräch erzählt sie von der Sprachlosigkeit der ersten Stunden, von dunklen Momenten voller Zweifel und von Hoffnungsschimmern im Alltag. Sie teilt, was ihr geholfen hat, warum auch Wut zur Trauer gehört, wie wichtig ehrliche Nähe ist – und wie Leichtigkeit trotz allem wieder spürbar werden kann. Ein intensives, berührendes Gespräch über Abschied, Weitergehen und die Frage: Wie lebt man weiter, wenn das Leben plötzlich stillsteht?

Über Bärbel Schäfer

Die gebürtige Bremerin ist eine unserer bekanntesten Fernsehmoderatorinnen, Produzentinnen und Autorinnen. Richtig populär wurde sie in den neunziger Jahren mit ihrer täglichen Talkshow „Bärbel Schäfer“ bei RTL

Aber Bärbel Schäfer ist nicht nur im Fernsehen daheim: Sie moderiert auch verschiedene Radio- und Fernsehformate, zum Beispiel seit 2009 den „Sonntagstalk“ auf hr3. 2024 übernahm sie die Moderation der Neuauflage von Notruf bei Sat. 1 und Joyn. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

Ist da oben jemand – das Buch über den Tod ihres Lebensgefährten und ihres Bruders

»Ich bin die verwaiste Schwester meines tödlich verunglückten einzigen Bruders und die Freundin eines ebenfalls tödlich verunglückten Lebenspartners. Wie finde ich als Atheistin Trost in einer traumatischen Lebenssituation? Wo finden gläubige Menschen Halt in schwierigen Lebenskrisen?«

Bärbel Schäfer erzählt in ihrem Buch von ihrer Suche nach Sinn. Sie gibt tiefe Einblicke in ihr Seelenleben, in ihre Wut, ihren Schmerz und ihre Verzweiflung. Offen beschreibt sie ihre Skepsis und ihr Hadern im Umgang mit Gott und den Religionen der Welt. Wird der Glaube für sie eine Option sein?

Mehr Informationen beim Verlag: Gütersloher Verlagshaus

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Sterben ungeschminkt – unser Generationengespräch über Sterben und Trauern

Wir möchten euch auch unser Buch zur ersten Staffel von Sterben & Trauern ans Herz legen.

Darin führen wir offene und bewegende Gespräche mit dem Palliativpsychologen Prof. Ernst Engelke – über das, was Sterben und Trauern in unserer Gesellschaft eigentlich bedeuten.

Ein Buch voller Einblicke, Empathie und ehrlicher Auseinandersetzung – für alle, die begleiten, verstehen oder einfach genauer hinsehen wollen.

Verlag Herder

1. Auflage 2025

Gebunden

176 Seiten

ISBN: 978-3-451-02428-3

22 Euro

Michaela May: Drei Geschwister, drei Suizide – wie verkraftet man das?

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In der ersten Folge unserer zweiten Staffel von „Sterben & Trauern – Leben mit dem Verlust“ sprechen wir mit einer der bekanntesten und beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands: Michaela May. In ihrem Zuhause in München lässt sie uns an einer zutiefst persönlichen Lebensgeschichte teilhaben – fernab von Scheinwerferlicht und rotem Teppich.

Michaela May gewährt einen offenen und berührenden Einblick in ihre Familiengeschichte, die von tragischen Verlusten geprägt ist: Drei ihrer Geschwister begingen Suizid – ein Tabu, über das ihre Familie jahrzehntelang geschwiegen hat. Mit großer Klarheit und emotionaler Tiefe spricht sie über Schuldgefühle, gesellschaftliche Stigmatisierung, den Umgang mit Trauer – und darüber, wie sie dennoch ihre Lust aufs Leben nie verloren hat.

Hinter dem Lächeln – ihr aktuelles Buch

In Hinter dem Lächeln erzählt Michaela May nicht nur von einem bewegten Leben als Schauspielerin, sondern auch von der Tragödie, die ihre Familie geprägt hat: die Suizide ihrer drei Geschwister.

Verlag Piper

Erschienen am 02.01.2024

256 Seiten

Broschur

EAN 978-3-492-32008-5

14,40 Euro

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Sterben ungeschminkt – unser Buch zur ersten Podcast-Staffel

Wir möchten euch auch unser Buch zur ersten Staffel von Sterben & Trauern ans Herz legen.

Darin führen wir offene und bewegende Gespräche mit dem Palliativpsychologen Prof. Ernst Engelke – über das, was Sterben und Trauern in unserer Gesellschaft eigentlich bedeuten.

Wir schauen gemeinsam auf den Alltag von Menschen, die wissen, dass ihr Leben zu Ende geht. Auf ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Fragen – und darauf, wie sie mit dieser Situation umgehen.

Wir sprechen auch darüber, wie gute Gespräche mit Sterbenden gelingen können und was es für Angehörige und Begleitende braucht, um wirklich präsent und unterstützend da zu sein.

Verlag Herder

1. Auflage 2025

Gebunden

176 Seiten

ISBN: 978-3-451-02428-3

22 Euro